- Die Goldpreise springen von der Unterstützung des gleitenden Durchschnitts ab und erobern die 3.300 USD-Marke zurück.
- Die technischen Niveaus von XAU/USD bleiben fest innerhalb eines Bull Flag-Musters.
- Das Momentum bleibt neutral mit einer engen Spanne, die auf das Potenzial für einen Ausbruch hindeutet.
Die Goldpreise drohen am Mittwoch, wichtige technische Unterstützungsebenen zu durchbrechen, während das Edelmetall nach einem neuen Katalysator sucht, um die Preise aus den Grenzen des Bull Flag-Musters zu treiben.
Nachdem am Dienstag 1,25% verloren gingen, hat das Momentum des Abwärtstrends vorübergehend pausiert. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts werden die Goldpreise über der psychologischen Marke von 3.300 USD gehandelt, wobei der 20-Tage Simple Moving Average (SMA) zusätzliche Unterstützung bei 3.289 USD bietet.
Die aktuelle Preisspanne bleibt technisch signifikant, da sie mit der oberen Grenze des Bull Flag und dem 23,60%-Fibonacci-Retracement-Niveau der Bewegung von Januar bis April bei 3.290 USD übereinstimmt.
Die Goldpreise springen von der Unterstützung ab, während der Druck innerhalb der Grenzen eines Bull Flag zunimmt
Da die fallende Trendlinie des Bull Flags eine zusätzliche Widerstandsbarriere für die Bullen in der Nähe von 3.320 USD bietet, haben die Bären Schwierigkeiten, unter der Fibonacci-Unterstützung Momentum zu gewinnen.
Mit dem Relative Strength Index (RSI), der sich um 52 abflacht, hängt die nächste große Bewegung für das gelbe Metall davon ab, ob die Bullen oder Bären aus ihren relativen Einschränkungszonen ausbrechen können.
Gold Tageschart

Ein Durchbruch unter 3.200 USD könnte die Tür zum 38,2%-Retracement-Niveau bei 3.161 USD öffnen, gefolgt von tieferer Unterstützung in der Nähe der 50%- und 61,8%-Fibonacci-Niveaus bei 3.057 USD und 2.952 USD, jeweils.
Auf der Oberseite würde ein entscheidender Ausbruch über die fallende Keilformation, insbesondere ein Schlusskurs über 3.350-3.360 USD, wahrscheinlich bullisches Momentum anziehen. Ein solcher Ausbruch würde ein Retest des Allzeithochs von April knapp unter 3.500 USD anvisieren.
Gold FAQs
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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