• Der Goldpreis sinkt auf fast 2.300 $, da die Angst vor einer Ausweitung des Nahostkonflikts nachlässt.
  • Die Attraktivität des US-Dollars nimmt aufgrund der guten Aussichten für die US-Wirtschaft zu.
  • Die Fed spricht sich dafür aus, die Zinsen so lange hoch zu halten, bis das Vertrauen in eine Rückkehr der Inflation auf 2 % wiederhergestellt ist.

Der Goldpreis (XAU/USD) setzt seinen Abwärtstrend den zweiten Tag in Folge fort und notiert am Dienstag im frühen US-Handel leicht unter der wichtigen Unterstützung bei 2.300 $. Das Edelmetall rutscht in den Abwärtstrend, da die Anleger die Befürchtungen im Nahen Osten zurückweisen und hoffen, dass der Konflikt zwischen dem Iran und Israel nicht weiter eskalieren wird. Dies hat die Risikobereitschaft der Anleger erhöht, während die Nachfrage nach sicheren Häfen nachgelassen hat.

Die Aussichten für Gold sind fragil, da die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen auf 4,64 % gestiegen sind. In der Zwischenzeit richten die Anleger ihre Aufmerksamkeit auf den US-Kernpreisindex für den privaten Verbrauch (PCE) für März, der am Freitag veröffentlicht wird. Die Inflationsdaten werden Aufschluss über den Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) bei ihrer Sitzung im Mai geben, bei der die Entscheidungsträger die Zinsen voraussichtlich unverändert in einer Spanne von 5,25 % bis 5,50 % belassen werden. Die Vorliebe der Fed für höhere Zinsen ist ein gutes Zeichen für die US-Anleiherenditen und belastet den Goldpreis.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars gegenüber sechs wichtigen Währungen anzeigt, fiel unter 106,00, nachdem S&P Global schwache vorläufige PMI-Daten für April veröffentlicht hatte. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe fiel überraschend auf 49,9, während die Erwartungen bei 52,0 und der vorherige Wert bei 51,9 lagen. Ein Wert unter 50,0 gilt als Kontraktion. Der PMI für den Dienstleistungssektor, der zwei Drittel der Wirtschaft ausmacht, fiel ebenfalls überraschend auf 50,9, während die Erwartungen bei 52,0 und der vorherige Wert bei 51,7 lagen.

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