Gold (XAU/USD) hat am Freitag ein neues Allzeithoch erreicht. Die bevorstehenden Zinssenkungen der US-Notenbank dürften den Preis weiter stützen, so Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst der Commerzbank, der seine Prognose für den Goldpreis zum Jahresende von zuvor 2.300 auf 2.500 US-Dollar je Feinunze anhob.
Goldperspektiven hellen sich auf
„Die US-Inflationsrate ist im Juli unter 3% gefallen. Die Kerninflationsrate, die Energie und Nahrungsmittel ausklammert, lag mit 3,2 Prozent aber noch etwas höher. Das reicht zwar für eine erste Zinssenkung der Fed im September, aber kaum für eine Senkung um 50 Basispunkte. Die Fed Funds Futures preisen nun etwas weniger als 100 Basispunkte Zinssenkung bis zum Jahresende ein, was aber immer noch deutlich ist. Wir gehen daher davon aus, dass das Allzeithoch in nicht allzu ferner Zukunft erreicht und überschritten wird.
„Angesichts der klaren Anzeichen für deutliche Zinssenkungen der Fed haben wir unsere Prognose für den Goldpreis zum Jahresende auf 2.500 US-Dollar pro Feinunze angehoben (zuvor 2.300 US-Dollar). Den drei Zinssenkungen, die wir bis zum Jahresende erwarten, dürften drei weitere in der ersten Jahreshälfte 2025 folgen. Das sind insgesamt zwei Zinssenkungen mehr als bisher erwartet.
„Dementsprechend erwarten wir bis Mitte nächsten Jahres einen weiteren Anstieg des Goldpreises auf 2.600 US-Dollar. Bis Ende 2025 dürfte der Goldpreis angesichts der wieder anziehenden Inflation und der damit verbundenen Spekulationen über Zinserhöhungen im Folgejahr auf 2.550 (zuvor 2.200) US-Dollar fallen.
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