- Der Goldpreis fällt von seinem neuen Höchststand von 2.430 $ zurück, da die Anleger nicht mit einer weiteren Eskalation der Spannungen im Nahen Osten rechnen.
- Die Renditen von US-Anleihen steigen, da die US-Notenbank offenbar im September mit dem Zinssenkungszyklus beginnt.
- Der US-Dollar zeigt sich aufgrund der guten US-Einzelhandelsumsätze stark.
Der Goldpreis (XAU/USD) kämpft am Montag im frühen New Yorker Handel nach den starken Verlusten vom Freitag um ein stabiles Niveau um die 2.350 $-Marke. Das Edelmetall verliert kurzfristig an Glanz, da die Anleger davon ausgehen, dass die geopolitischen Spannungen nicht weiter eskalieren werden. US-Präsident Joe Biden erklärte, sein Land werde einen israelischen Gegenschlag gegen den Iran nicht unterstützen.
Geringere Zinssenkungserwartungen der US-Notenbank (Fed) für die Sitzungen im Juni und Juli in Verbindung mit nachlassenden Befürchtungen über eine weitere Eskalation der iranisch-israelischen Spannungen haben den Goldpreis etwas unter Druck gesetzt. Die Entscheidungsträger der Fed sprechen sich für eine Beibehaltung der restriktiven Zinssätze aus, bis sie davon überzeugt sind, dass die Inflation wieder auf das erforderliche Niveau von 2 % zurückkehrt.
In der Zwischenzeit haben die besser als erwarteten monatlichen Einzelhandelsumsätze für März die Anleiherenditen und den US-Dollar nach oben getrieben. Wie das US Census Bureau mitteilte, stiegen die Einzelhandelsumsätze um 0,7 % und damit mehr als doppelt so stark wie erwartet (0,3 %). Im Februar waren die Einzelhandelsumsätze um 0,9 % gestiegen, was von 0,6 % nach oben korrigiert wurde. Die robusten Ausgaben der US-Haushalte sind nach wie vor ein wichtiger Katalysator für eine höhere Inflation, die es den Unternehmen ermöglicht, höhere Preise von den Verbrauchern zu verlangen.
Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen stiegen auf 4,61 %. Höhere Anleiherenditen belasten den Goldpreis, da sie die Opportunitätskosten einer Anlage in Gold erhöhen. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, erreichte mit 106,16 ein neues Fünfmonatshoch.
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