• Gold zieht einige Käufer an, da die USD-Bullen vor der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls vorsichtiger werden.
  • Erneute US-Iran-Feindseligkeiten könnten den sicheren Hafen Greenback angesichts hawkischer Fed-Erwartungen stützen.
  • Wiederauflebende Inflationsängste treiben die US-Anleiherenditen nach oben und sollten das zinslose Edelmetall begrenzen.

Gold (XAU/USD) hält seine moderaten Intraday-Gewinne über der Marke von 4.100 USD während der asiatischen Sitzung am Mittwoch und scheint vorerst eine zweitägige Verlustserie beendet zu haben, nachdem es das Wochentief vom Vortag erreicht hatte. Der US-Dollar (USD) tut sich schwer, einen moderaten Anstieg auszubauen, da die Bullen vor der Veröffentlichung des Protokolls der Juni-Sitzung des FOMC vorsichtiger werden. Dies wird wiederum als ein Schlüsselfaktor gesehen, der dem Goldbarren etwas Unterstützung verleiht. Das fundamentale Umfeld gebietet jedoch Vorsicht, bevor bestätigt werden kann, dass der Rücksetzer von Niveaus knapp über der Marke von 4.200 USD, einem am Montag erreichten Zwei-Wochen-Hoch, seinen Verlauf beendet hat.

Das US-Militär startete am Dienstag eine neue Angriffswelle gegen den Iran, nachdem Berichte über Angriffe auf drei Öltanker in der Straße von Hormus eingegangen waren, was den ohnehin fragilen Waffenstillstand gefährdet. Händler reagierten schnell und preisten die geopolitische Risikoprämie ein, angesichts der Befürchtungen einer weiteren Eskalation der Spannungen, die weiterhin den Reservewährungsstatus des Greenback begünstigen und den Goldpreis begrenzen könnten. Die USA zogen zudem eine wichtige Zugeständnis zurück, die es dem Iran erlaubte, Öl auf den internationalen Märkten zu verkaufen, was am Dienstag eine starke Rallye der Rohölpreise auslöste. Die jüngsten Entwicklungen beleben inflationsgetriebene Energieängste und bekräftigen die „höher für länger“-Politik der US-Notenbank (Fed).

Laut dem FedWatch Tool der CME Group preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von über 80 % ein, dass die US-Zentralbank bis Ende dieses Jahres mindestens eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) vornehmen wird. Hinzu kommen Erwartungen eines hawkischeren Tons im Fed-Protokoll, die die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben treiben. Tatsächlich stieg die Rendite der Benchmark-10-jährigen US-Staatsanleihe am Mittwoch auf 4,567 %, und die zinssensible zweijährige Treasury-Rendite kletterte auf 4,189 %. Dies begünstigt wiederum die USD-Bullen und sollte dazu beitragen, den renditeschwachen Goldpreis zu begrenzen. Daher ist es ratsam, auf eine Fortsetzung der Kaufaktivitäten zu warten, bevor neue bullische Wetten auf das Paar XAU/USD eingegangen werden.

XAU/USD Tageschart

Chartanalyse XAU/USD

Gold muss das Hindernis des absteigenden Kanals überwinden, um die bärische Tendenz zu negieren

Aus technischer Sicht bleibt das Edelmetall in einem abwärts geneigten Kanal gefangen und behält eine kurzfristig bärische Tendenz unterhalb des 200-Tage Simple Moving Average (SMA) bei. Gleichzeitig ist der Moving Average Convergence Divergence (MACD) positiv geworden, was auf einen kurzfristigen Erholungsversuch hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) bei 44,33 liegt jedoch weiterhin unter der Mittellinie, was einen vorsichtigen Ton verstärkt, anstatt eine nachhaltige bullische Umkehr zu signalisieren.

Dies deutet darauf hin, dass Aufwärtsbewegungen wahrscheinlich auf starken Widerstand stoßen und durch das Angebot nahe der oberen Begrenzung des Kanals bei 4.164,35 USD begrenzt bleiben, trotz des verbesserten Momentums. Ein überzeugender Ausbruch über diese Barriere und eine anschließende Bewegung über den 200-Tage-SMA bei 4.491,30 USD, der eine bedeutendere Hürde darstellt, wären erforderlich, um den breiteren bärischen Druck zu verringern.

Auf der Unterseite liegt die erste bedeutende strukturelle Unterstützung an der unteren Begrenzung des Kanals bei etwa 3.713,85 USD. Käufer könnten versuchen, den breiteren Trendboden zu verteidigen, falls die aktuelle Erholung scheitert und XAU/USD seinen Abwärtstrend innerhalb des bärischen Kanals fortsetzt.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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