Goldpreis Prognose: Diese Zone könnte jetzt über den nächsten großen Kursrutsch entscheiden


Der Goldpreis hat sich von seinen Tiefs um 3.955 US-Dollar deutlich erholt. Auf den ersten Blick sieht das stark aus. Wer jetzt jedoch glaubt, dass damit automatisch die große Trendwende gestartet ist, könnte sich zu früh freuen.

Denn der Tageschart des Gold-Futures GC1! sendet trotz der jüngsten Rally weiterhin ein klares Warnsignal. Der übergeordnete Trend zeigt nach unten. Gleichzeitig nähert sich der Goldpreis einer Widerstandszone, an der es für die Käufer richtig ungemütlich werden könnte.

Genau das macht die aktuelle Lage so spannend.

Die Bullen setzen auf ein mögliches Comeback und einen Doppelboden. Die Bären wiederum haben den Haupttrend auf ihrer Seite. Und zwischen 4.350 und 4.410 US-Dollar könnte sich entscheiden, welche Seite am Ende die Kontrolle behält.

Die aktuelle Goldpreis Prognose ist deshalb klar: Noch dominieren die Verkäufer. Aber wer jetzt einfach blind auf fallende Kurse setzt, unterschätzt das Risiko einer heftigen Gegenbewegung.

Goldpreis Prognose
Goldpreis Prognose

Der Goldpreis steigt – aber der Abwärtstrend ist nicht vorbei

Beginnen wir mit dem wichtigsten Punkt.

Der Goldpreis notiert weiterhin unter seinen gleitenden Durchschnitten der vergangenen 20, 50 und 100 Tage. Für mich ist das ein ziemlich deutliches Signal. Solange der Kurs diese Marken nicht zurückerobert, bleibt der übergeordnete Abwärtstrend intakt.

Die jüngste Erholung von etwa 3.955 US-Dollar nach oben verändert daran zunächst wenig.

Sie ist bislang genau das: eine Erholung.

Noch kein neuer Aufwärtstrend. Noch kein bestätigter Befreiungsschlag. Und schon gar kein Grund, alle Risiken auszublenden.

Auch der SuperTrend liefert den Bären weiterhin Argumente. Der Indikator steht auf Rot und verläuft bei rund 4.408 US-Dollar. Damit wartet genau dort ein dynamischer Widerstand, den die Käufer erst einmal aus dem Weg räumen müssen.

Ähnlich sieht es beim Ichimoku-Indikator aus. Der Goldpreis handelt unterhalb der Kumo, die derzeit ungefähr von 4.188 bis 4.437 US-Dollar reicht.

Das ist keine kleine Hürde.

Die Cloud bildet eine breite Widerstandszone. Zusammen mit dem SuperTrend und der fallenden Trendlinie entsteht damit ein Bereich, an dem sich die Käufer die Zähne ausbeißen könnten.

Für die Goldpreis Prognose bedeutet das: Die Rally ist da. Aber sie läuft direkt in die gefährlichste Zone des gesamten Charts.

Warum die Bullen trotzdem noch nicht geschlagen sind

Ganz so einfach ist die Sache allerdings nicht.

Denn kurzfristig haben sich mehrere technische Signale deutlich verbessert.

Beim MACD kam es im Bereich von rund 4.082 US-Dollar zu einem bullischen Crossover. Die MACD-Linie bei -107,7 hat die Signallinie bei -121,1 von unten gekreuzt.

Das zeigt: Das kurzfristige Momentum hat sich gedreht.

Die Verkäufer verlieren zumindest vorübergehend an Kraft und die Käufer konnten die Initiative übernehmen.

Hinzu kommt der wichtige Volumenknoten bei rund 4.020 US-Dollar. Der Point of Control im VPVR liegt genau in diesem Bereich. Von dort aus startete auch die aktuelle Gegenbewegung.

Das ist kein Zufall.

Bereiche mit hohem Handelsvolumen funktionieren häufig als wichtige Unterstützungen oder Widerstände. Dass die Käufer ausgerechnet dort zurück in den Markt gekommen sind, stärkt die bullische Seite.

Noch interessanter ist das Bullish-Engulfing-Muster vom 1. Juli 2026 im Bereich von 4.082 US-Dollar.

Diese Kerzenformation entstand nahe dem Tief und gilt als klassisches Umkehrsignal. Entscheidend ist dabei nicht nur das Muster selbst. Wichtig ist auch, was danach passiert.

Und genau hier sieht es für die Käufer bislang ordentlich aus: Der Goldpreis konnte weiter steigen und das Reversal-Signal damit zunächst bestätigen.

Die Bullen haben also durchaus Argumente.

Das Problem ist nur: Gute Argumente reichen an der Börse nicht immer aus.

Jetzt kommt die gefährlichste Zone im Chart

Der Bereich zwischen etwa 4.350 und 4.410 US-Dollar könnte für die nächsten Tage entscheidend werden.

Hier kommen gleich mehrere Widerstände zusammen.

Die fallende Abwärtstrendlinie verläuft in diesem Bereich. Der SuperTrend liegt bei rund 4.408 US-Dollar. Zusätzlich wartet dort ein struktureller Widerstand aus der bisherigen Kursbewegung.

Diese Kombination macht die Zone besonders brisant.

Die Bären haben den Bereich bereits mehrfach verteidigt. Die Abwärtstrendlinie wurde ungefähr dreimal getestet. Bislang ist den Käufern kein überzeugender Ausbruch gelungen.

Genau deshalb müssen Anleger jetzt aufpassen.

Denn während der Goldpreis steigt, fällt das Handelsvolumen.

Das ist für mich eines der wichtigsten Warnsignale im aktuellen Chart.

Eine starke und gesunde Rally sollte im besten Fall von zunehmendem Volumen begleitet werden. Mehr Käufer. Mehr Überzeugung. Mehr Kapital im Markt.

Hier passiert derzeit das Gegenteil.

Der Kurs steigt, aber die Beteiligung nimmt ab.

Das ist der perfekte Nährboden für eine Bull Trap.

Der Goldpreis könnte also noch ein Stück weiter nach oben laufen, neue Käufer anlocken und anschließend genau an der Widerstandszone wieder nach unten drehen.

Wer zu spät einsteigt, könnte dann schnell auf Verlusten sitzen.

Genau diese zwei Marken entscheiden jetzt alles

Für die weitere Goldpreis Prognose gibt es zwei Levels, die du dir merken solltest.

Auf der Unterseite liegt die entscheidende Marke bei etwa 3.955 US-Dollar.

Dort befindet sich das jüngste Swing-Low. Gleichzeitig ist diese Zone die Grundlage für das mögliche Double Bottom.

Fällt der Goldpreis darunter, wäre die bullische Idee weitgehend zerstört.

Dann hätte die Unterstützung nicht gehalten und die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des Abwärtstrends würde deutlich steigen.

Auf der Oberseite liegt die wichtigste Marke bei rund 4.408 US-Dollar.

Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Bereich würde den bärischen Case deutlich schwächen.

Der Goldpreis hätte dann nicht nur den SuperTrend zurückerobert, sondern würde auch das Risiko einer größeren Trendwende erhöhen.

Genau zwischen diesen beiden Marken spielt sich derzeit der Kampf zwischen Bullen und Bären ab.

Ist das wirklich der große Doppelboden?

Ein möglicher Doppelboden ist derzeit das stärkste Argument der Käufer.

Der Goldpreis hat im Bereich um 3.955 US-Dollar eine potenzielle Bodenformation aufgebaut.

Nach meiner Einschätzung ist dieses Muster aktuell ungefähr zu 60 % ausgebildet.

Das klingt zunächst vielversprechend.

Doch hier liegt auch der entscheidende Haken: Ein Double Bottom ist erst dann bestätigt, wenn die Neckline überwunden wird.

Und diese liegt ungefähr bei 4.400 US-Dollar.

Genau dort wartet gleichzeitig der massive Widerstandscluster.

Das bedeutet: Die Bullen müssen ausgerechnet die stärkste Hürde im gesamten Chart überwinden, um ihre Formation zu bestätigen.

Gelingt das, könnte es schnell gehen.

Ein Ausbruch über diese Zone könnte zahlreiche Short-Positionen unter Druck setzen. Händler, die auf fallende Kurse gesetzt haben, müssten ihre Positionen schließen und dadurch zusätzliche Käufe auslösen.

Das wäre der klassische Treibstoff für eine Short Squeeze.

Scheitert der Goldpreis dagegen erneut im Bereich um 4.400 US-Dollar, dürfte das viele Käufer enttäuschen und den Bären neue Kraft geben.

Diese Kursziele werden bei einer größeren Rally wichtig

Sollte der Goldpreis die Widerstandszone tatsächlich durchbrechen, rücken die Fibonacci-Marken in den Fokus.

Ausgangspunkt der Berechnung ist das Hoch bei 5.626,8 US-Dollar und das Tief bei 3.955,4 US-Dollar.

Das 38,2-%-Retracement liegt bei rund 4.595 US-Dollar.

Das 50-%-Retracement befindet sich bei ungefähr 4.791 US-Dollar.

Beide Ziele liegen noch klar über dem aktuellen Kurs.

Sie zeigen aber, welches Potenzial eine stärkere Erholung hätte, falls der Goldpreis die Marke um 4.400 US-Dollar nachhaltig überwinden kann.

Bis dahin bleiben diese Kursziele jedoch zweitrangig.

Der Markt muss zuerst die unmittelbar vor ihm liegenden Widerstände aus dem Weg räumen.

Wo Anleger jetzt besonders aufpassen sollten

Aus technischer Sicht lässt sich der Chart aktuell in drei wichtige Bereiche einteilen.

Die interessanteste Long-Zone liegt zwischen 3.960 und 4.020 US-Dollar.

Hier treffen das jüngste Tief und der starke Volumenknoten des VPVR aufeinander. Genau aus diesem Bereich startete auch die aktuelle Erholung.

Auf der Oberseite liegt zwischen 4.350 und 4.410 US-Dollar die wichtigste Short-Zone.

Dort treffen die fallende Trendlinie, der SuperTrend und der strukturelle Widerstand aufeinander.

Das ist aus meiner Sicht die spannendste Zone im gesamten Chart.

Dazwischen liegt jedoch ein Bereich, der deutlich weniger attraktiv erscheint.

Zwischen etwa 4.080 und 4.220 US-Dollar bewegt sich der Goldpreis im mittleren Teil der Range. Hier ist das Risiko unklarer Bewegungen besonders hoch.

Der Markt kann dort schnell die Richtung wechseln.

Wer in diesem Bereich handelt, hat häufig weder eine saubere Unterstützung unter sich noch einen klaren Widerstand über sich.

Genau solche Situationen sorgen oft für unnötige Verluste.

Szenario 1: Der Goldpreis dreht wieder nach unten

Mein bevorzugtes Szenario bleibt aktuell die Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends.

Der Grund ist einfach: Der Haupttrend zeigt nach unten und der Goldpreis läuft direkt in eine starke Widerstandszone.

Ein aggressiver Einstieg auf der Short-Seite wäre bei etwa 4.215 US-Dollar denkbar, wenn der Kurs in der Nähe des Hochs vom 6. Juli 2026 erneut eine klare Abweisung zeigt.

Der konservativere Einstieg läge bei ungefähr 4.100 US-Dollar.

Dafür müsste der Goldpreis auf Tagesbasis unter dem Tief vom 7. Juli 2026 schließen.

Das wäre ein deutliches Signal, dass die aktuelle Erholung gescheitert ist.

Ein möglicher Stop läge bei rund 4.410 US-Dollar und damit oberhalb des SuperTrend-Widerstands.

Das erste Ziel befindet sich bei etwa 4.020 US-Dollar.

Das Chance-Risiko-Verhältnis wäre bei einem aggressiven Einstieg jedoch nur knapp besser als 1:1. Das ist nicht besonders attraktiv und eher grenzwertig.

Deutlich interessanter wird das zweite Ziel bei 3.955 US-Dollar.

Dort liegt das jüngste Tief und gleichzeitig die entscheidende Unterstützung.

Ein drittes Ziel wäre der Bereich um 3.800 US-Dollar.

Dort wartet eine weitere strukturelle Unterstützung. Das Chance-Risiko-Verhältnis könnte in diesem Fall ungefähr 2:1 erreichen.

Warum halte ich dieses Szenario für so interessant?

Es folgt dem Haupttrend. Mehrere Widerstände liegen direkt über dem Markt. Und das fallende Volumen während der Rally spricht nicht gerade für eine starke Rückkehr der Käufer.

Das ist keine Garantie für fallende Kurse.

Aber es ist aktuell das sauberste technische Gesamtbild.

Szenario 2: Die Bullen schaffen doch noch die Überraschung

Natürlich gibt es auch eine bullische Variante.

Dabei setzt man darauf, dass sich das mögliche Double Bottom weiter ausbildet und der Goldpreis seine Erholung fortsetzt.

Ein aggressiver Einstieg wäre ungefähr bei 4.105 US-Dollar denkbar.

Voraussetzung wäre ein Rücksetzer zum Tief vom 7. Juli 2026, der von den Käufern aufgefangen wird.

Deutlich sicherer wäre ein konservativer Einstieg bei etwa 4.220 US-Dollar.

Dafür müsste der Goldpreis auf Tagesbasis über dem Hoch vom 6. Juli 2026 schließen.

Ein möglicher Stop läge bei ungefähr 3.945 US-Dollar und damit unterhalb des Swing-Lows. Gleichzeitig wäre ein kleiner Puffer zur durchschnittlichen täglichen Schwankungsbreite vorhanden.

Das erste Ziel läge bei 4.350 US-Dollar.

Dort befindet sich das vorherige Swing-High. Das Chance-Risiko-Verhältnis würde ungefähr bei 1,5 liegen.

Das zweite Ziel wäre der SuperTrend bei rund 4.408 US-Dollar.

Gelingt auch dort der Ausbruch, könnte das 38,2-%-Fibonacci-Retracement bei ungefähr 4.595 US-Dollar ins Visier geraten.

Dieses Szenario hat Potenzial.

Es ist aber deutlich riskanter.

Der Long-Trade läuft gegen den dominanten Abwärtstrend im Tageschart. Gleichzeitig bestätigt das Volumen die aktuelle Erholung kaum.

Wer hier auf steigende Kurse setzt, braucht deshalb ein besonders diszipliniertes Risikomanagement.

Abwarten könnte jetzt die klügste Entscheidung sein

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit.

Nichts tun.

Das klingt an der Börse oft langweilig, kann aber genau in solchen Marktphasen die beste Entscheidung sein.

Die Unterseite der aktuellen Range liegt bei 3.955,4 US-Dollar, dem Tief vom 30. Juni 2026.

Die Oberseite liegt bei 4.216 US-Dollar, dem Hoch vom 23. Juni 2026.

Solange sich der Goldpreis innerhalb dieser Spanne bewegt, bleibt das Bild anfällig für Fehlsignale.

Ein klarer Tagesschlusskurs außerhalb der Range würde die Lage deutlich interessanter machen.

Noch überzeugender wäre ein solcher Ausbruch, wenn gleichzeitig das Handelsvolumen steigt.

Dann hätte das Signal deutlich mehr Aussagekraft.

Bis dahin gilt: Wer nicht handeln muss, sollte sich nicht von jeder kleinen Kursbewegung aus der Reserve locken lassen.

Mein Fazit zur Goldpreis Prognose

Der Goldpreis hat sich stark von seinen Tiefs erholt. Trotzdem bleibt der große Befreiungsschlag bislang aus.

Der Tageschart ist weiterhin bärisch geprägt.

Der Kurs liegt unter den gleitenden Durchschnitten der vergangenen 20, 50 und 100 Tage. Auch der SuperTrend und die Ichimoku-Cloud zeigen, dass die Verkäufer noch nicht geschlagen sind.

Gleichzeitig darf man die Käufer nicht unterschätzen.

Das bullische MACD-Crossover, der starke Volumenknoten bei rund 4.020 US-Dollar und das Bullish Engulfing vom 1. Juli 2026 haben die aktuelle Gegenbewegung unterstützt.

Jetzt kommt jedoch der entscheidende Test.

Zwischen 4.350 und 4.410 US-Dollar wartet ein massiver Widerstandscluster. Genau dort könnte die Rally scheitern.

Für mich bleibt deshalb das bärische Szenario der Favorit.

Short-Setups passen aktuell besser zum übergeordneten Trend. Long-Positionen bleiben taktische Gegenbewegungen und sind entsprechend riskanter.

Unter 3.955 US-Dollar wäre das mögliche Double Bottom zerstört. Dann würde vieles für eine Fortsetzung des Abwärtstrends sprechen.

Über 4.408 US-Dollar würde dagegen der bärische Case deutlich an Stabilität verlieren. In diesem Fall wäre eine größere Erholung in Richtung 4.595 US-Dollar möglich.

Die nächste große Bewegung dürfte also nicht irgendwo entschieden werden.

Sondern genau an den Marken, auf die jetzt alle schauen.

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