- Gold hält sich über 4.000 Dollar, während Händler auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve warten.
- Erneute Angriffe im Nahen Osten treiben die Ölpreise nach oben und halten Inflationssorgen im Fokus.
- Das technische Bild bleibt bärisch, da sich XAU/USD unter mehreren gleitenden Durchschnitten hält.
Gold (XAU/USD) konsolidiert sich am Mittwoch über 4.000 Dollar, da die Kursbewegung angesichts wachsender Vorsicht vor der geldpolitischen Ankündigung der Federal Reserve (Fed) unruhig bleibt, während der Krieg im Nahen Osten nach einer kurzen Pause erneut eskaliert.
Die Islamischen Revolutionsgarden Irans (IRGC) feuerten Raketen auf einen US-Stützpunkt in Jordanien ab, woraufhin US-Präsident Donald Trump mit schweren militärischen Maßnahmen gegen Teheran drohte. Separat dazu teilte das US-Zentralkommando (CENTCOM) mit, dass es gemeinsam mit Saudi-Arabien Präzisionsschläge gegen vom Iran unterstützte Gruppen im Irak durchgeführt habe, die US-Streitkräfte und saudische Ölanlagen ins Visier genommen hätten.
Die Ölpreise drehten nach den jüngsten Angriffen wieder nach oben und beendeten damit einen dreitägigen Ausverkauf. West Texas Intermediate (WTI) notiert bei rund 83 Dollar und liegt damit im Tagesverlauf mehr als 5,5% im Plus.
Unterdessen notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, bei rund 101,45 und wird durch Erwartungen an Zinserhöhungen der Fed sowie die Spannungen im Nahen Osten gestützt.
Die Fed wird ihre Zinsentscheidung um 18:00 GMT bekannt geben, gefolgt von der Pressekonferenz von Vorsitzendem Kevin Warsh um 18:30 GMT.
Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen unverändert in einer Spanne von 3,50%-3,75% belässt. Angesichts der erhöhten inflationsbedingten Risiken durch Energiepreise kann eine Zinserhöhung jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Laut dem CME FedWatch Tool preisen Händler eine Wahrscheinlichkeit von rund 31% für eine Anhebung um 25 Basispunkte (bps) ein. Höhere Kreditkosten verringern in der Regel die Nachfrage nach Gold, da sie die Attraktivität zinstragender Anlagen erhöhen.
Selbst wenn die Fed die Zinsen unverändert lässt, könnte Gold Schwierigkeiten haben, eine Erholung zu verzeichnen, da die Entscheidungsträger voraussichtlich an einer hawkischen Haltung festhalten werden, während sie die inflationären Auswirkungen der erhöhten Ölpreise bewerten. Sollte die Fed signalisieren, dass in den kommenden Monaten eine Zinserhöhung kommen könnte, könnte XAU/USD erneut unter Verkaufsdruck geraten.
Technische Analyse: Verkäufer behalten unter den wichtigen täglichen SMAs die Kontrolle
Aus technischer Sicht behält XAU/USD eine bärische Tendenz bei, da der Kurs unter dem 21-Tage-, 50-Tage-, 100-Tage- und 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) notiert.
Der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart liegt nahe 44 und bleibt unter der neutralen 50-Marke, während die schrumpfenden grünen Balken im Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) darauf hindeuten, dass die Verkäufer die Kontrolle behalten.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 21-Tage-SMA bei rund 4.070 USD, gefolgt vom 50-Tage-SMA bei nahe 4.202 USD. Darüber bilden der 100-Tage- und der 200-Tage-SMA bei 4.446 USD bzw. 4.490 USD eine wichtige Widerstandszone.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei der psychologischen Marke von 4.000 USD; ein Bruch darunter würde die nächste strukturelle Unterstützung um 3.850 USD freilegen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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