• GBP/USD gewann am Montag etwas über 0,2% und holte sich damit kürzliche Verluste zurück.
  • Die Risiko-averse Flüsse des Greenbacks lockerten ihren Griff zu Beginn der neuen Woche weiter.
  • Trotz einer kurzfristigen Abkühlung der Markttensionen steht weiterhin eine US-Regierungsstilllegung bevor.

GBP/USD kämpfte sich am Montag in eine zweite aufeinanderfolgende gewinnende Marktsitzung und drückte sich um weitere ein Fünftel Prozent nach oben, während die schwerfälligen US-Dollar (USD)-Flüsse weiterhin auf breiter Front zurückgingen. Das Pfund Sterling (GBP) gewann gerade genug Raum, um sich wieder um die 1,3400-Marke zu schieben, und nun stehen die neuesten Wachstumszahlen des britischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) am Dienstag an.

Das endgültige BIP-Wachstum des Vereinigten Königreichs für das zweite Quartal wird voraussichtlich stabil bei 0,3% im Quartalsvergleich und 1,2% im Jahresvergleich bleiben. Die endgültige BIP-Zahl weicht selten weit vom Konsens ab. Ein unerwarteter starker Ausschlag in die eine oder andere Richtung könnte das Pfund jedoch in die Höhe treiben oder zum Absturz bringen, je nachdem, ob die Daten die Prognosen über- oder unterschreiten.

Die US Nonfarm Payrolls (NFP)-Daten stehen später in dieser Woche bevor, aber die Anlegerstimmung hat sich in ein unruhiges Haltemuster gekämpft. Es besteht das Risiko, dass der neueste US-Arbeitsmarktbericht diese Woche möglicherweise überhaupt nicht veröffentlicht wird, da die US-Regierung auf eine Finanzierungssperre und eine vorübergehende Stilllegung zusteuert. US-Präsident Donald Trump hat gedroht, Tausende von Bundesjobs zu streichen, wenn die beiden Seiten des US-Kongresses kein Gesetz zur Finanzierung der Bundesregierung verabschieden können, wodurch er seine eigene Regierung effektiv als Geisel nimmt und droht, die Bundesoperationen weiter zu behindern.

GBP/USD Preisprognose


Das Pfund Sterling hat eine schmerzhaft langsame bullische Erholung fortgesetzt, nachdem es am Donnerstag auf Sieben-Wochen-Tiefs gefallen war. GBP/USD liegt vorerst wieder über der 1,3400-Marke, aber die kurzfristige Preisbewegung steht vor weiterem Abwärtsdruck durch den 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA), der als technische Obergrenze nahe 1,3480 fungiert. 

Selbst wenn intraday Gebote in der Lage sind, den wichtigen MA zu durchbrechen, wartet die 1,3500-Marke nur etwas nördlich darauf, die Oberseite des Charts mit Fallen für Bullen zu übersäen.

GBP/USD Tageschart

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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