• GBP erhielt einen leichten Auftrieb aufgrund der USD-Schwäche und nähert sich 1,3400.
  • Handelsstimmung dominiert weiterhin die Marktaufmerksamkeit, da Händler auf Klarheit bei den Zöllen hoffen.
  • UK CPI-Inflation am Mittwoch fällig, UK und US PMI-Doppelpack am Donnerstag fällig.

GBP/USD stieg am Dienstag leicht an und näherte sich (aber konnte die) 1,3400-Marke noch nicht erreichen. Cable steht vor einer Reihe wichtiger Inflations- und Geschäftsausblick-Datenveröffentlichungen, wobei die britische Verbraucherpreisindex (CPI)-Inflation für Mittwoch angesetzt ist, gefolgt von einem Doppelpack der Ergebnisse der Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das Vereinigte Königreich und die USA am Donnerstag.

Handelsnachrichten bleiben in dieser Woche der Haupttreiber für die globalen Märkte. Die Anleger sind optimistisch, dass Vereinbarungen mit den USA getroffen werden, die die Trump-Administration dazu ermutigen, die Zollwaffe von ihrem eigenen wirtschaftlichen Kopf zu nehmen, aber das stetige Driften ins Ungewisse beginnt, die bullishen Stimmungen einzuschränken. Die Trump-Administration nähert sich schnell ihrer selbst auferlegten 90-Tage-Frist für ihr eigenes "reziprokes Zoll"-Paket. Während einige potenzielle Handelsabkommen angekündigt wurden, gab es bisher nichts Konkretes.

Die britische CPI-Inflation für April wird am frühen Mittwoch veröffentlicht. Die medianen Markterwartungen rechnen mit einem Anstieg der monatlichen CPI auf 1,1% MoM von zuvor 0,3%. Die annualisierte CPI wird ebenfalls einen Anstieg erwarten, prognostiziert auf 3,3% von 2,6%. Die Kern-CPI-Inflation im Vereinigten Königreich wird ebenfalls einen Anstieg auf 3,6% YoY von 3,4% erwarten.

Am Donnerstag wird es eine Doppelveröffentlichung des PMI für sowohl das Vereinigte Königreich als auch die USA geben. Die Märkte erwarten einen breiten Anstieg der indexierten, zukunftsorientierten Geschäftsergebnisse, während die US-Zahlen gemischt erwartet werden. Der US Manufacturing PMI im Mai wird voraussichtlich auf 50,1 von 50,2 sinken, während der Dienstleistungsbereich voraussichtlich stabil bei 50,8 bleibt.

GBP/USD Preisprognose

Cable bleibt vorerst durch die 1,3400-Marke begrenzt, jedoch bleibt das bullische Momentum hartnäckig, wenn auch langsam. GBP/USD brach diese Woche aus der kurzfristigen Konsolidierung aus, aber das Paar könnte für eine Abwärtskorrektur zurück in die Stauzone bereit sein, da technische Oszillatoren beginnen, überkaufte Warnsignale zu zeigen.

GBP/USD Tageschart


Pfund Sterling FAQs

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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