• GBP/USD blieb am Donnerstag in der Stauzone um 1,3400 gefangen.
  • Die US-Einzelhandelsumsätze übertrafen die Erwartungen, während die Arbeitsmarktzahlen im Vereinigten Königreich schwächer ausfielen.
  • Das bullishe Momentum des Cable ist frühzeitig erschöpft und hat Schwierigkeiten, die Käufer auf Kurs zu halten.

GBP/USD pendelte am Donnerstag um die 1,3400-Region und kämpfte mit frischer Stauung nach einer kurzen Atempause von dem anhaltenden Verkaufsdruck. Die Arbeitsmarktdaten des Vereinigten Königreichs verfehlten insgesamt die Erwartungen, während die US-Einzelhandelsumsätze stärker als erwartet ausfielen.

Im Juni kamen im Vereinigten Königreich 25,9K neue Arbeitslosengeldanträge hinzu, mehr als erwartet, aber immer noch unter den 33,1K des Vormonats. Die Arbeitslosenquote im Vereinigten Königreich stieg ebenfalls leicht auf 4,7% von zuvor 4,6%. Auf der Seite der Vereinigten Staaten kühlte die Inflation des Produzentenpreisindex (PPI) schneller als erwartet ab, was das Vertrauen der Märkte weiter stärkt, dass die Auswirkungen von Zöllen weniger Einfluss auf die Inflation haben werden, als von den Beamten der Federal Reserve (Fed) befürchtet.

Am Freitag stehen im Vereinigten Königreich keine relevanten Daten an, während die US-Märkte weiterhin mit den Daten des University of Michigan (UoM) Consumer Sentiment Index für Juli umgehen müssen. Die aggregierten Umfrageergebnisse des UoM werden voraussichtlich weiterhin aus einer mageren Erholung herausarbeiten und auf 61,5 von 60,7 steigen.

GBP/USD Preisprognose

Die Erholung des Cable zur Wochenmitte hat einen einseitigen kurzfristigen Rückgang unterbrochen, nachdem das Cable Anfang Juli von den Mehrjahreshöhen gefallen war. GBP/USD scheint bereit zu sein, einen technischen Bounce von der 1,3400-Marke zu bestätigen, aber nur, wenn der Kaufdruck in der Lage ist, das Momentum aufrechtzuerhalten.

GBP/USD Tageschart


Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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