• GBP/USD startet die neue Woche positiv und steigt auf ein frisches Mehrjahreshoch.
  • Wetten, dass die BoE die Zinsen langsamer senken wird, stützen das GBP und unterstützen das Paar.
  • US-fiskalische Bedenken und dovishe Fed-Erwartungen belasten den USD und kommen den Spotpreisen zugute.

Das GBP/USD-Paar zeigt sich, dass es auf dem starken Anstieg der letzten Woche aufbaut und während der asiatischen Sitzung am Montag an Fahrt gewinnt. Der Momentum hebt die Spotpreise über die 1,3550-Marke, auf den höchsten Stand seit Februar 2022, und wird von einer Kombination von Faktoren unterstützt.

Das britische Pfund (GBP) setzt seine relative Überperformance fort, gestützt durch die optimistischen Einzelhandelsumsätze im Vereinigten Königreich, die am Freitag veröffentlicht wurden und darauf hindeuten, dass die Konsumausgaben trotz eines trüben wirtschaftlichen Ausblicks ein Lichtblick bleiben. Dies, zusammen mit einer höheren als erwarteten Inflation im April, schürte Spekulationen, dass die Bank of England (BoE) bei ihrer nächsten Sitzung am 18. Juni pausieren und sich Zeit lassen würde, bevor sie die Kreditkosten weiter senkt.

Der US-Dollar (USD) hingegen hat weiterhin Schwierigkeiten, bedeutende Käufer anzuziehen, da Bedenken bestehen, dass das Steuer- und Ausgabenpaket das US-Budgetdefizit schneller verschlechtern wird als zuvor erwartet. Hinzu kommt die wachsende Akzeptanz, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen 2025 weiter senken wird, was den USD auf ein fast einmonatiges Tief zieht und weiter zur positiven Entwicklung des GBP/USD-Paares beiträgt.

In der kommenden Woche werden die Anleger mit der Veröffentlichung wichtiger US-Makrodaten konfrontiert – beginnend mit den Auftragseingängen für langlebige Güter am Dienstag, gefolgt von den vorläufigen BIP-Zahlen am Donnerstag. Dies, zusammen mit den Protokollen der FOMC-Sitzung am Mittwoch und dem Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) am Freitag, könnte Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Fed geben, der den USD und das GBP/USD-Paar beeinflussen wird.

Pfund Sterling FAQs

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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