• GBP/USD gewinnt an Stärke und erreicht den höchsten Stand seit Mitte September, rund 1,3660 in der frühen europäischen Sitzung am Montag. 
  • Die positiven britischen Einzelhandelsumsätze und Geschäftstätigkeitszahlen unterstützen das Pfund Sterling. 
  • Die Märkte erwarten allgemein, dass die Fed die Zinsen bei der bevorstehenden Sitzung aufgrund eines stabilisierenden Arbeitsmarktes stabil hält. 

Das Währungspaar GBP/USD wird in der frühen europäischen Sitzung am Montag im positiven Bereich nahe 1,3660 gehandelt, dem höchsten Stand seit dem 17. September 2025. Das Pfund Sterling (GBP) legt gegenüber dem Greenback zu, unterstützt durch die besser als erwarteten britischen Einzelhandelsumsätze und Einkaufsmanager-Index (EMI)-Daten. Händler werden die US-Bestellungen für langlebige Güter im November, die später am Montag veröffentlicht werden, im Auge behalten. 

Die am Freitag vom Office for National Statistics (ONS) veröffentlichten Daten zeigten, dass die britischen Einzelhandelsumsätze im Dezember um 0,4% im Monatsvergleich (MoM) gestiegen sind, nachdem sie im November um 0,1% gefallen waren. Diese Zahl fiel besser aus als die Prognose eines Rückgangs um 0,1% im Berichtsmonat. 

Unterdessen stiegen die Kerneinzelhandelsumsätze, bei denen die Verkäufe von Kraftstoffen ausgeklammert wurden, im Dezember um 0,3% MoM, verglichen mit dem vorherigen Rückgang von 0,4% (revidiert von -0,2%), und lagen über dem Marktkonsens von einem Rückgang um 0,2%. Der S&P Global UK Composite PMI stieg im Dezember auf 53,9, ebenfalls über den Erwartungen, und erreichte ein 21-Monats-Hoch.

Diese Berichte haben einige Analysten dazu veranlasst, eine mögliche Verzögerung weiterer Zinssenkungen der Bank of England (BoE) vorherzusagen, was das GBP gegenüber dem US-Dollar (USD) stärken würde. Es wird erwartet, dass die britische Zentralbank die Zinsen bei ihrem nächsten Treffen im Februar stabil hält. Die Märkte preisen laut Reuters eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt bis Juni vollständig ein.

Die US-Notenbank (Fed) wird am Mittwoch ihre neueste Zinsentscheidung bekannt geben, wobei erwartet wird, dass die Zinsen im Zielbereich von 3,50% bis 3,75% unverändert bleiben. Händler werden die Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell nach der geldpolitischen Sitzung genau beobachten, da seine Einblicke wichtige Hinweise für die kommenden Monate liefern könnten. Jegliche hawkischen Kommentare von Fed-Beamten könnten dem USD Unterstützung bieten und kurzfristig Gegenwind für das Hauptpaar darstellen. 

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.


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