- GBP/USD schwächt sich auf etwa 1,3670 in der frühen europäischen Sitzung am Montag.
- Die nachlassenden Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed und die höhere PPI-Inflation stützen den US-Dollar.
- Die Bank of England wird voraussichtlich die Zinssätze unverändert bei 3,75% belassen
Das Währungspaar GBP/USD verliert während der frühen europäischen Sitzung am Montag an Boden und notiert bei etwa 1,3670, belastet durch die erneute Nachfrage nach dem US-Dollar. Anzeichen politischer Stabilität in den Vereinigten Staaten (US) bieten dem Greenback gegenüber dem Pfund Sterling (GBP) etwas Unterstützung. Händler werden später am Montag weitere Hinweise aus den US ISM Manufacturing Einkaufsmanagerindex (EMI)-Daten aufnehmen.
US-Präsident Donald Trump sagte am Freitag, dass Kevin Warsh, der ein kleineres Bilanzvolumen der Zentralbank bevorzugt, seine Wahl für den nächsten Fed-Vorsitzenden sein würde. Die Märkte erwarten, dass Warsh zu einer kleineren Fed-Bilanz neigen und die Zinssätze länger hoch halten könnte, was dem USD etwas Unterstützung bietet und einen Gegenwind für das wichtige Paar schafft.
Die unerwartet hohe US-Erzeugerpreis-Inflation könnte zum Anstieg des US-Dollars beitragen, da sie den Fall für die Fed weiter stärken könnte, die Zinsen stabil zu halten. Das Bureau of Labor Statistics gab am Freitag bekannt, dass der US-Erzeugerpreisindex (EPI) im Dezember um 3,0% im Jahresvergleich gestiegen ist und damit die Prognose von 2,7% übertroffen hat. Im Monatsvergleich stieg der EPI im Dezember um 0,5% und übertraf damit den Marktkonsens und den vorherigen Wert von 0,2%.
Auf der Cable-Front stimmte das geldpolitische Komitee mit 5 zu 4 für eine Zinssenkung im Dezember, die vierte viertelprozentige Senkung im Jahr 2025. Doch die meisten seiner Entscheidungsträger deuteten an, dass das Tempo der Zinssenkungen langsamer werden könnte. Die Bank of England (BoE) wird voraussichtlich ihren Leitzins am Donnerstag bei 3,75% belassen, während Gouverneur Andrew Bailey und seine Kollegen ihre Optionen offenhalten.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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