• GBP/USD gibt auf etwa 1,3435 im frühen europäischen Handel am Donnerstag nach. 
  • Das US-Handelsgericht hat Trumps reziproke Zölle aufgehoben, was den US-Dollar unterstützt. 
  • Die Chancen auf weitere Zinssenkungen der BoE sinken, da die Lebensmittelinflation steigt.

Das Währungspaar GBP/USD wird im frühen europäischen Handel am Donnerstag im negativen Bereich um 1,3435 gehandelt. Der Greenback stärkt sich gegenüber dem Pfund Sterling (GBP), nachdem das US-Handelsgericht die umfassenden Zölle von US-Präsident Donald Trump blockiert hat. Die vorläufige Lesung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das erste Quartal (Q1) wird später am Donnerstag im Mittelpunkt stehen. 

Die Zusammenfassung der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) im Mai deutete darauf hin, dass die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung weiter zugenommen hat. Beamte der Federal Reserve (Fed) sagten, dass die Erreichung ihrer beiden Ziele, Vollbeschäftigung und niedrige Inflation, aufgrund der politischen Unsicherheit kompliziert sei. Die Entscheidungsträger der Fed betonten die Notwendigkeit, die Zinssätze für einige Zeit auf dem aktuellen Niveau zu halten, da politische Veränderungen in den USA die wirtschaftliche Perspektive trüben.

Früh am Donnerstag blockierte ein US-Bundesgericht die Zölle von Trumps "Befreiungstag". Ein Bundeshandelsgericht entschied, dass ein Notgesetz, das vom Weißen Haus invoked wurde, Trump nicht die einseitige Befugnis gibt, Zölle auf nahezu jedes Land zu erheben. Diese Schlagzeile bietet dem Greenback etwas Unterstützung und wirkt als Gegenwind für das wichtige Paar. 

Die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen der Bank of England (BoE) sinkt, da die Lebensmittelinflation im Vereinigten Königreich (UK) im vierten Monat in Folge gestiegen ist, was auf Anzeichen von hartnäckiger Inflation hinweist. Analysten von Barclays erwarten nicht mehr, dass die BoE im Juni die Zinsen senkt, und prognostizieren nun, dass der Basiszinssatz bis Februar 2026 auf 3,5 % sinken wird, anstatt wie zuvor bis Ende dieses Jahres. Eine weniger dovish Haltung der britischen Zentralbank könnte helfen, die Verluste des GBP kurzfristig zu begrenzen.

Pfund Sterling FAQs

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.



 

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