- GBP/USD gewann am Montag weitere 0,55% und setzte damit eine feste zweitägige Erholung fort.
- Wichtige Problembereiche bleiben für die Cable-Bullen bestehen, und wichtige US-Arbeitsmarktdaten stehen Mitte der Woche bevor.
GBP/USD hält eine breitere bullische Struktur auf dem Tages-Chart, wobei der Preis deutlich über dem 50 Exponential Moving Average (EMA) bei 1,3507 und dem 200 EMA bei 1,3310 handelt, was den zwischenzeitlichen Aufwärtstrend bestätigt, der seit dem November 2025 Tief bei etwa 1,2300 besteht. Allerdings zog sich das Paar scharf von seinem Januar-Hoch von 1,3869 zurück, nachdem die Bank of England (BoE) die Zinsen in einer dovishen Abstimmung mit 5-4 bei 3,75% hielt, wobei vier Mitglieder des Geldpolitischen Ausschusses eine sofortige Senkung um 25 Basispunkte forderten. Die Sitzung am Montag verzeichnete eine moderate Erholung, wobei der Preis von dem Schlusskurs am Freitag nahe 1,3600 auf etwa 1,3695 sprang und eine bullische Tageskerze bildete, die Boden über dem Niveau von 1,3690 zurückeroberte. Dieser Bereich stimmt ungefähr mit der Konsolidierungszone Ende Januar zwischen 1,3690 und 1,3770 überein, die zuvor als Unterstützung fungierte, bevor es letzte Woche zu einem Rückgang kam. Die politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich rund um die Führung von Premierminister Starmer fügt zusätzlichen Gegenwind hinzu, aber der breitere Trend höherer Hochs und höherer Tiefs auf dem Tageszeitrahmen hält weiterhin über dem 50 EMA.
Die Sitzung am Dienstag birgt erhebliches Ereignisrisiko durch die US-Einzelhandelsumsätze (Dez) und den Beschäftigungskostenindex (Q4), die beide um 05:30 GMT fällig sind, gefolgt von Reden der Federal Reserve (Fed) von Hammack und Logan. Der Stochastische Oszillator (14, 5, 5) auf dem Tages-Chart bleibt in neutralem Bereich verhalten, nachdem er sich von überkauften Bedingungen zurückgezogen hat, was Raum für weitere Aufwärtsbewegungen suggeriert, falls sich das Momentum aufbaut. Ein nachhaltiger Anstieg über die 1,3700-Marke am Dienstag würde das gebrochene Unterstützungsniveau, das sich in Widerstand bei etwa 1,3770 verwandelt hat, anvisieren, wobei eine stärkere Bewegung den Weg in Richtung 1,3870 (das Januar-Swing-Hoch) öffnen würde. Auf der Abwärtsseite könnten schwächere als erwartete US-Daten zunächst das Pfund Sterling unterstützen, aber eine überraschende Übertreffung der Einzelhandelsumsätze oder hawkische Kommentare der Fed könnten einen erneuten Test des letzten Woche gedruckten Tiefs bei 1,3590 auslösen, mit tieferer Unterstützung am 50 EMA nahe 1,3507. Die Zone von 1,3690-1,3700 ist der kurzfristige Pivot; wie der Preis hier auf die US-Datenveröffentlichungen reagiert, wird den Ton für den Rest der Woche angeben.
Wirtschaftsdatenveröffentlichungen am Dienstag:

GBP/USD Tages-Chart

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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