- GBP/USD hat Mühe, Anschlusskäufe anzuziehen und wird am Donnerstag in einer engen Spanne gehandelt.
- Geringere Wetten auf eine Zinssenkung der Fed und Spekulationen über eine aggressivere Lockerung der BoE wirken als Gegenwind.
- Das technische Setup rechtfertigt eine gewisse Vorsicht, bevor wir uns für eine weitere Aufwärtsbewegung positionieren.
Das Währungspaar GBP/USD konsolidiert seine starken Erholungsgewinne, die es in den letzten beiden Tagen von der 1,2300-Marke bzw. dem Anfang der Woche erreichten Jahrestief erzielt hat, und pendelt am Donnerstag im asiatischen Handel in einer Spanne. Die Spotpreise notieren derzeit unverändert in der Nähe der 1,2465, da Händler weitere Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Federal Reserve (Fed) abwarten, bevor sie neue Richtungswetten abschließen.
Daher wird der Fokus weiterhin auf wichtigen US-Makrodaten liegen - dem Advance Q1 BIP-Bericht im Laufe des heutigen Tages und dem Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) am Freitag. In der Zwischenzeit sorgen die Erwartungen, dass die US-Notenbank die Zinssenkung angesichts der hartnäckigen Inflation aufschieben wird, weiterhin für Rückenwind für den US-Dollar (USD). Abgesehen davon untergraben Spekulationen über eine aggressivere Lockerung der Geldpolitik durch die Bank of England (BoE) die Nachfrage nach dem Britischen Pfund (GBP) und wirken als Gegenwind für das Währungspaar GBP/USD.
Aus technischer Sicht begünstigt die Akzeptanz oberhalb des 23,6% Fibonacci-Retracement-Levels des Abwärtstrends von März-April zinsbullische Händler und unterstützt die Aussichten auf eine weitere Aufwärtsbewegung. Daher scheint ein Durchbruch über die psychologische Marke von 1,2500 hinaus auf dem Weg in die Region von 1,2530-1,2535 oder das 38,2% Fibo-Level durchaus möglich. Allerdings halten sich die Oszillatoren auf der Tages-Chart weiterhin im negativen Bereich, was darauf hindeutet, dass letztere als Gegenwind wirken und den Aufwärtstrend des Währungspaares GBP/USD begrenzen dürften.
Auf der anderen Seite scheint der Bereich um 1,2425 nun den unmittelbaren Abwärtstrend vor der runden Zahl 1,2400 zu schützen. Einige Folgeverkäufe könnten das Währungspaar GBP/USD auf dem Weg zur 1,2300-Marke bzw. dem am Dienstag erreichten Jahrestief auf die Zwischenunterstützung bei 1,2350 zurückwerfen. Ein überzeugender Durchbruch unter die letztgenannte Marke wird als neuer Auslöser für bärische Händler angesehen und ebnet den Weg für eine Ausweitung des jüngsten Abwärtstrends vom März-Hoch. Die Spotpreise könnten dann bis in den Bereich von 1,2245 abrutschen, bevor sie auf die Marke von 1,2200 zurückfallen.
GBP/USD Tages-Chart

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