- GBP/USD stoppt einen dreitägigen Abwärtstrend, da Händler vor dem US-NFP-Bericht vorsichtig werden.
- Die Daten werden den Zinssenkungspfad der Fed beeinflussen und dem USD sowie dem Paar frischen Schwung verleihen.
- Die divergierenden Zinserwartungen von Fed und BoE rechtfertigen Vorsicht, bevor aggressive bärische Wetten platziert werden.
Das GBP/USD-Paar wird während der asiatischen Sitzung am Freitag in einer engen Spanne um die Region von 1,3435 gehandelt, nur knapp über dem am Vortag erneut getesteten Wochen-Tief. Die Händler scheinen nun zögerlich zu sein und entscheiden sich, sich im Vorfeld der Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten US Nonfarm Payrolls (NFP)-Berichts später heute an die Seitenlinie zurückzuziehen, bevor sie neue Richtungswetten eingehen.
Die entscheidenden US-Arbeitsmarktdaten würden weitere Hinweise auf den Zinssenkungspfad der Federal Reserve (Fed) geben, der wiederum eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der kurzfristigen Kursdynamik des US-Dollars (USD) spielen und das GBP/USD-Paar antreiben wird. Im Hinblick auf das bevorstehende Datenrisiko halten steigende Wetten auf eine weitere geldpolitische Lockerung durch die Fed, zusammen mit einer stabilen Performance an den Aktienmärkten, den jüngsten Anstieg des USD auf ein Ein-Monats-Hoch in Schach und wirken als Rückenwind für das Währungspaar.
Darüber hinaus könnte die weniger dovishe Botschaft der Bank of England (BoE), die darauf hindeutet, dass die Zinssätze näher an neutralen Niveaus liegen, weiterhin als Rückenwind für das britische Pfund (GBP) wirken und dazu beitragen, die Abwärtsbewegung des GBP/USD-Paares weiter zu begrenzen. Daher wird es ratsam sein, auf starke Anschlussverkäufe zu warten, bevor man sich für eine Ausweitung des Rückgangs des Paares aus dem Bereich von 1,3565-1,3570 positioniert, oder dem höchsten Stand seit dem 18. September, der zu Beginn dieser Woche erreicht wurde.
Auf den aktuellen Niveaus bleiben die Spotpreise auf Kurs, die Woche mit einem flachen Ergebnis zu beenden. Der oben genannte fundamentale Hintergrund scheint jedoch zugunsten der bullischen Händler geneigt zu sein und unterstützt die Annahme, dass es zu Käufen bei niedrigeren Niveaus kommen könnte. Selbst aus technischer Sicht ist ein nachhaltiger Durchbruch und die Akzeptanz unterhalb der runden Marke von 1,3400 erforderlich, um die Annahme für eine weitere Abwertung des GBP/USD-Paares zu untermauern, was eine gewisse Vorsicht für aggressive Bären rechtfertigt.
Wirtschaftsindikator
Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft
Der Arbeitsmarktbericht der USA wird monatlich vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlicht und enthält unter anderem die Nonfarm Payrolls – die Zahl der im Vormonat neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Diese Kennzahl ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Lage in den USA und kann erhebliche Marktbewegungen auslösen. Die monatlichen Veränderungen sind oft volatil und unterliegen regelmäßig nachträglichen Korrekturen, die ebenfalls bedeutende Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben können. Zwar gilt ein hoher Beschäftigungszuwachs in der Regel als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD), ein schwacher Zuwachs als negativ (bärisch) – doch wird die Marktreaktion nicht allein von der Hauptzahl bestimmt. Auch Revisionsdaten der Vormonate und die Entwicklung der Arbeitslosenquote spielen eine wichtige Rolle bei der Gesamtbewertung durch den Markt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Fr Jan. 09, 2026 13:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 60Tsd
Vorher: 64Tsd
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
Der monatliche Arbeitsmarktbericht der USA gilt als der wichtigste Wirtschaftsindikator für Devisenhändler. Er wird am ersten Freitag nach dem Berichtsmonat veröffentlicht. Die Veränderung der Anzahl der Stellen steht in einem engem Zusammenhang mit der Gesamtleistung der Wirtschaft und wird von den politischen Entscheidungsträgern überwacht. Vollbeschäftigung ist eines der Mandate der Federal Reserve, und sie berücksichtigt die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt bei der Festlegung ihrer Politik, was sich wiederum auf die Währungen auswirkt. Trotz mehrerer Frühindikatoren, die die Schätzungen beeinflussen, neigen die Nonfarm Payrolls dazu, die Märkte zu überraschen und erhebliche Volatilität auszulösen. Sollte das tatsächliche Ergebnis den Konsens übertreffen, ist dies für den USD tendenziell bullish.
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