• GBP/USD erhält Unterstützung, da die US-Notenbank im September Zinssenkungen erwartet.
  • Händler warten auf die US-Arbeitsmarktdaten, um weitere Impulse zur Geldpolitik der Fed zu erhalten.
  • Die Bank of England geht vorsichtig mit Zinssenkungen um, da die Inflation im Vereinigten Königreich hartnäckig bleibt.

GBP/USD steigt leicht vor dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Vereinigten Königreichs (UK) für das erste Quartal und wird während der asiatischen Handelsstunden am Montag bei etwa 1,3720 gehandelt. Das Paar könnte an Boden gewinnen, da der US-Dollar (USD) weiter abwerten könnte, da Händler erwarten, dass die Federal Reserve (Fed) bei der Sitzung im September die Zinsen senken wird.

Am Freitag zeigten die Daten, dass die persönlichen Ausgaben in den USA im Mai unerwartet gefallen sind, der zweite Rückgang in diesem Jahr. Gleichzeitig sank das persönliche Einkommen in den USA im Mai um 0,4%, der größte Rückgang seit September 2021. Die kommende Woche bringt eine Reihe wichtiger US-Beschäftigungszahlen, die weitere frische Impulse für die geldpolitische Einschätzung der US-Notenbank (Fed) bieten könnten.

Der US-Arbeitsmarktbericht für Juni wird voraussichtlich zeigen, dass die Wirtschaft 110.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, nach 135.000 im Mai – der Schätzbereich liegt derzeit zwischen einem Höchstwert von 140.000 und einem Tiefstwert von 75.000. Zudem wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote auf 4,3% von 4,2% steigt.

Das GBP/USD-Paar wertet ebenfalls auf, da das Pfund Sterling (GBP) Unterstützung von der vorsichtigen Haltung der Bank of England (BoE) zu Zinssenkungen erhält, da die Inflation im Vereinigten Königreich (UK) hartnäckig bleibt. Die Kerninflation ist im vergangenen Jahr weitgehend unverändert geblieben, was bei den BoE-Vertretern Besorgnis ausgelöst hat und die Entscheidungen über Zinssenkungen kompliziert.

In der Zwischenzeit haben sich die politischen Spannungen im Vereinigten Königreich verschärft, da Premierminister Keir Starmer die Pläne zur Reform der Sozialleistungen zurückgefahren hat, um eine Rebellion von Abgeordneten seiner regierenden Labour-Partei einzudämmen. Über 100 Labour-Abgeordnete hatten sich öffentlich gegen den Plan ausgesprochen, der darauf abzielte, jährlich 5 Milliarden Pfund aus dem steigenden Sozialhaushalt zu kürzen.

Pfund Sterling FAQs

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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