• GBP/USD hält die Gewinne nahe dem 39-Monats-Hoch von 1,3593.
  • Der US-Dollar kämpft, während die Risikobereitschaft angesichts nachlassender Handels Spannungen zwischen den USA und der EU zunimmt.
  • Das Pfund Sterling gewinnt an Wert, da die Chancen auf tiefere Zinssenkungen durch die BoE sinken.

GBP/USD setzt seine Gewinnserie für die dritte Sitzung in Folge fort und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag um 1,3570. Das Paar schwebt nahe dem 39-Monats-Hoch von 1,3593, das am Montag markiert wurde. Das Paar wertet weiter auf, da der US-Dollar (USD) aufgrund wachsender Sorgen über die Schuldenproblematik der Vereinigten Staaten (US) schwächer wird.

Der Greenback sieht sich Herausforderungen gegenüber, da die nachlassenden Handels Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und der Europäischen Union (EU) die Risikobereitschaft der Händler verbessern. US-Präsident Donald Trump verlängerte die Zollfrist für die Europäische Union (EU) von 1. Juni auf 9. Juli, nachdem er am Sonntag ein Telefonat mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, geführt hatte. Am Freitag drohte Trump, einen Zoll von 50 % auf Importe aus der Europäischen Union (EU) zu erheben.

Darüber hinaus zieht der US-Dollar Verkäufer an, da die Vereinigten Staaten (US) vor der "One Big Beautiful Bill" von Trump, die im Senat behandelt wird, Bedenken hinsichtlich des Haushaltsdefizits haben. Es wird erwartet, dass das Gesetz das Defizit um 3,8 Milliarden USD erhöht, da es Steuererleichterungen für Trinkgelder und Kredite für in den USA hergestellte Autos vorsieht, so das Congressional Budget Office (CBO).

Trumps Gesetz enthält Bestimmungen wie Steuererleichterungen, Ausgabenerhöhungen und die Anhebung der Schuldenobergrenze. Dies könnte die Finanzen der US-Regierung verschlechtern und das Risiko erhöhen, dass die Anleiherenditen länger hoch bleiben. Höhere Anleiherenditen können die Kreditkosten für Verbraucher, Unternehmen und Regierungen erhöhen.

Darüber hinaus steigt das Pfund Sterling (GBP), da die Händler die geldpolitischen Aussichten der Bank of England (BoE) nach der Veröffentlichung der unerwartet hohen Inflations- und Einzelhandelsumsatzdaten für April, die letzte Woche veröffentlicht wurden, neu bewerten. Reuters berichtete, dass der Terminmarkt darauf hindeutet, dass die britischen Zinssätze bis 2025 um etwa 38 Basispunkte (bps) fallen werden, was auf eine Zinssenkung um 25 bps und eine ungefähr 50/50-Chance auf eine zweite Senkung hindeutet.

Pfund Sterling FAQs

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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