• GBP/USD nach den britischen Löhnen und Arbeitsmarktdaten deutlich gesenkt.
  • US CPI-Inflationsdaten stehen bevor und dürften einen hohen Einfluss haben.
  • Mittlere britische Handelsdaten und US-Verbraucherstimmungszahlen folgen später in der Woche.

GBP/USD machte am Dienstag einen Schritt nach unten und fiel unter dem Gewicht einer deutlichen Abweichung bei den britischen Löhnen und Arbeitslosenzahlen. Die US-Verbraucherpreisindex (CPI) Inflationsdaten stehen für Mittwoch an, und Cable-Händler werden sich später in der Woche mit mittleren britischen Handelsdaten auseinandersetzen.

Delegierte der Trump-Administration finalisieren Handelsgespräche mit chinesischen Beamten in London. Die Verhandlungen nähern sich dem Abschluss, wobei erwartet wird, dass offene Fragen nach dem Marktschluss am Dienstag geklärt werden. Wesentliche Zugeständnisse von beiden Seiten sind noch nicht bekannt gegeben oder erreicht worden, was zu einer gewissen Besorgnis bei den Investoren führt, da die Handels Spannungen auf politischer Ebene bestehen bleiben.

Die ersten CPI-Inflationsdaten, die die anfänglichen Auswirkungen der globalen "gegenseitigen" Zölle der Trump-Administration widerspiegeln, werden am Mittwoch erwartet, wobei Prognosen einen Anstieg des Gesamt- und Kern-CPI vorhersagen. Die annualisierte Gesamt-CPI-Inflation für Mai wird voraussichtlich von 2,3% auf 2,5% YoY steigen, während der Kern-CPI voraussichtlich von 2,8% auf 2,9% steigen wird.

Der Erzeugerpreisindex (PPI) wird am Donnerstag veröffentlicht, wobei ein stabiler Wert von 3,1% YoY erwartet wird. Der Verbraucherstimmungsindex der University of Michigan wird am Freitag veröffentlicht, mit Erwartungen an einen Anstieg des Verbrauchervertrauens.

GBP/USD Preisprognose

GBP/USD hat sich von seinen Mehrjahreshöhen zurückgezogen, dennoch sind die Cable-Gebote weiterhin lebhaft. Das Paar bleibt in einer kurzfristigen Konsolidierung nahe 1,3500 stabil und zeigt weiterhin eine starke bullische Tendenz, mit Preisen, die deutlich über dem 200-Tage-Exponentialgleitenden Durchschnitt (EMA) liegen, der sich nahe 1,2960 befindet.

GBP/USD Tageschart


Pfund Sterling FAQs

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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