• GBP/USD reduzierte die vorherigen Verluste und hielt sich am Mittwoch fest an der 1,3550-Marke.
  • Mittlere britische Daten sind am Donnerstag über den Wirtschaftskalender verteilt.
  • Die US-Erzeugerpreisindex (EPI) Inflationszahlen auf Geschäftsebene werden am Donnerstag nach den kühlen VPI-Zahlen veröffentlicht.

GBP/USD fand am Mittwoch einige bullische Rückenwinde, löschte die Gewinne der vorherigen Sitzung aus und kletterte zurück in den Bereich von 1,3550. Kühler als erwartete US-Verbraucherpreisindex (VPI) Inflationszahlen aus dem anfänglichen Referenzzeitraum nach den Zöllen stärkten die Hoffnungen der Anleger auf Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) später in diesem Jahr, und die US-Erzeugerpreisindex (EPI) Inflationszahlen auf Geschäftsebene werden am Donnerstag folgen.

Die britischen Wirtschaftsdaten bleiben in dieser Woche begrenzt. Ein monatliches Update zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für April wird am Donnerstag erwartet; jedoch stammen die rückdatierten Wachstumszahlen aus April und dürften keinen wesentlichen Einfluss haben. Die Daten zur industriellen und produzierenden Fertigung im Vereinigten Königreich werden ebenfalls am Donnerstag veröffentlicht und werden allgemein erwartet, dass sie widerwillig im Kontraktionsbereich bleiben.

Auf der amerikanischen Seite des Atlantiks werden die US-EPI Inflationsdaten am Donnerstag veröffentlicht. Die Kern-EPI Inflationszahlen auf Geschäftsebene in den USA für das Jahr, das im Mai endete, werden voraussichtlich bei 3,1% im Jahresvergleich stabil bleiben.

Nach zwei Tagen privater Handelsgespräche in London haben Delegierte der Trump-Administration und der chinesischen Regierung einen vorläufigen Handelsrichtlinienrahmen erreicht, der nun an die jeweiligen Schreibtische von Präsident Trump und Xi weitergeleitet wird. Laut Social-Media-Beiträgen von Präsident Trump bleiben die Zölle auf chinesische Waren bei 55%, während China seine 10% Importsteuer auf alle in den USA hergestellten Waren beibehält.

GBP/USD Preisprognose

Das Währungspaar GBP/USD hat sich von seinen Mehrjahreshöhen zurückgezogen; dennoch bleibt das Interesse an Cable robust. Das Paar zeigt Stabilität innerhalb eines kurzfristigen Konsolidierungsbereichs nahe 1,3500 und demonstriert weiterhin eine ausgeprägte bullische Neigung, wobei die Preise den 200-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA), der sich nahe 1,2960 befindet, deutlich übersteigen.

GBP/USD Tages-Chart


Pfund Sterling FAQs

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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