- GBP/USD hält sich in der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag nahe 1,3465 stabil.
- Händler ziehen es vor, an der Seitenlinie zu bleiben, bevor die wichtigen US-Arbeitsmarktdaten am Freitag veröffentlicht werden.
- Ein vorsichtiger Ton bezüglich der geldpolitischen Aussichten der BoE könnte das Pfund Sterling unterstützen.
Das Währungspaar GBP/USD wird während der frühen Handelsstunden in Europa am Donnerstag um 1,3465 gehandelt. Die Märkte werden vorsichtig, da die Händler auf die bevorstehenden wichtigen US-Wirtschaftsdaten in dieser Woche warten. Der wöchentliche Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA wird später am Tag veröffentlicht, bevor die mit Spannung erwarteten Nonfarm Payrolls (NFP) veröffentlicht werden.
Die US-Arbeitsmarktdaten für Dezember werden am Freitag im Mittelpunkt stehen, da sie Hinweise auf den Zinspfad geben könnten. Es wird erwartet, dass die US-NFP im Dezember um 60.000 steigen. Gleichzeitig wird geschätzt, dass die Arbeitslosenquote im Dezember von 4,6% im November auf 4,5% sinken wird. Sollten die Berichte stärkere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed) belasten, was den Greenback gegenüber dem Pfund Sterling (GBP) stärken könnte.
Dennoch könnte eine dovishe Haltung der Fed-Vertreter den USD untergraben und als Rückenwind für das Hauptwährungspaar wirken. Fed-Gouverneur Stephen Miran, dessen Amtszeit bei der US-Zentralbank Ende dieses Monats endet, sagte am Dienstag, dass aggressive Zinssenkungen in den USA in diesem Jahr erforderlich seien, um die Wirtschaft voranzubringen. Darüber hinaus erklärte der Präsident der Minneapolis Fed, Neel Kashkari, dass er ein Risiko sieht, dass die Arbeitslosenquote „plötzlich“ ansteigen könnte.
Die Bank of England (BoE) wird voraussichtlich im Jahr 2026 einen schrittweisen geldpolitischen Lockerungspfad verfolgen, da die Inflation deutlich über dem Ziel von 2% der Zentralbank liegt. Dies könnte wiederum dem Cable etwas Unterstützung bieten. Die Finanzmärkte erwarten, dass die britische Zentralbank in der ersten Jahreshälfte mindestens eine Zinssenkung vornimmt und rechnen laut Reuters mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 50% für eine zweite Senkung vor Jahresende.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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