• GBP/JPY fällt um fast 0,30% auf etwa 194,40 und testet die Unterstützung des 21-Tage-EMA.
  • Die britische Kerninflation sank im Mai auf 3,5%, während die Gesamt-VPI den Erwartungen mit 3,4% entsprach.
  • Die sich verbreiternde politische Divergenz begünstigt im Allgemeinen das Pfund, begrenzt jedoch kurzfristige Gewinne aufgrund von Risikoaversion.
  • Der nationale VPI Japans, der am Freitag veröffentlicht wird, könnte auf hartnäckige Inflation hindeuten und die BoJ möglicherweise zu einer langsamen Straffung bewegen.

Das britische Pfund (GBP) setzt seinen Rückgang am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge gegenüber dem japanischen Yen (JPY) fort, da die vorsichtige Stimmung den Markt vor dem wichtigen Zinsurteil der Bank of England (BoE), das am Donnerstag fällig ist, dominiert. Der sichere Hafen Yen findet moderate Unterstützung bei gedämpfter Risikobereitschaft, während die Händler des britischen Pfunds zögern, aggressive Wetten zu platzieren, bis die geldpolitische Richtung der BoE klarer wird.

GBP/JPY fällt während der amerikanischen Handelsstunden und liegt zum Zeitpunkt des Schreibens um fast 0,37% niedriger, da es von dem Intraday-Hoch von 195,35 auf etwa 194,40 zurückgeht. Das Paar schwebt in der Nähe seines 21-Tage Exponential Moving Average (EMA), der als kurzfristiger Pivot bei vorsichtiger Marktentwicklung fungiert.

Früh am Tag boten frische britische Inflationsdaten gemischte Signale für die Sterling-Händler. Die jährliche Kerninflationsrate sank im Mai auf 3,5%, nachdem sie im April ein Einjahreshoch von 3,8% erreicht hatte, und lag damit leicht unter den Markterwartungen von 3,6%. In der Zwischenzeit fiel die jährliche Gesamtinflationsrate von zuvor 3,5% auf 3,4% und entsprach damit den Erwartungen. Die weichere Kernzahl hat Spekulationen angeheizt, dass die Bank of England in naher Zukunft einen vorsichtigeren Ton anschlagen könnte, insbesondere da die breiteren Preisdruckzeichen Anzeichen einer Mäßigung zeigen.

Im Hinblick auf die geldpolitische Entscheidung der BoE am Donnerstag preisen die Märkte fest ein Halten des Bankzinses bei 4,25%, wobei etwa 90% Wahrscheinlichkeit diesem Ergebnis zugeschrieben werden. Die Entscheidungsträger werden voraussichtlich eine ausgewogene Botschaft senden, die den Fortschritt bei der Abkühlung der Inflation anerkennt, während sie auf die zugrunde liegende Preisstabilität achten. Die Geldmärkte preisen derzeit die erste Zinssenkung bereits im August ein, mit einer weiteren, die bis Ende des Jahres wahrscheinlich ist. Ein dovisher Ton in der zukünftigen Orientierung könnte jedoch die kurzfristige Attraktivität des Pfunds gegenüber sicheren Häfen wie dem Yen weiter belasten.

Die breitere politische Divergenz zwischen der Bank of England und der Bank of Japan bleibt ein zentrales Thema, das GBP/JPY im mittelfristigen Zeitraum unterstützt. Während die BoE einen der höchsten Leitzinsen unter den entwickelten Volkswirtschaften hält, bleibt die BoJ fest akkommodierend, hält die Zinsen nahe null und verfolgt eine vorsichtige Haltung gegenüber einer Straffung. Diese Renditekluft untermauert im Allgemeinen den Vorteil des britischen Pfunds. Allerdings könnte die Nachfrage nach sicheren Häfen für den Yen und Anzeichen für hartnäckigere japanische Inflation — mit dem VPI Japans, der am Freitag fällig ist — die Aufwärtsbewegung des Paares begrenzen und die Händler dazu bringen, sich auf frische makroökonomische Signale für den nächsten Schritt zu konzentrieren.

Wirtschaftsindikator

BoE Zinssatzentscheidung

Die Bank of England (BoE) trifft ihre Zinsentscheidung am Ende jeder ihrer acht regulären Sitzungen pro Jahr. Verfolgt die BoE einen restriktiven (hawkischen) Kurs in Bezug auf die Inflation und hebt die Zinsen an, wird das in der Regel als positiv (bullish) für das britische Pfund (GBP) gewertet. Umgekehrt gilt: Eine lockere (dovishe) Haltung mit gleichbleibenden oder sinkenden Zinssätzen wird meist als negativ (bearish) für das GBP interpretiert.

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Nächste Veröffentlichung: Do Juni 19, 2025 11:00

Häufigkeit: Unregelmäßig

Prognose: 4.25%

Vorher: 4.25%

Quelle: Bank of England

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