• GBP/JPY gewinnt am Dienstag den dritten Tag in Folge an positiver Dynamik.
  • Die Unsicherheit der BoJ, die Japan-China-Krise und Gespräche über eine vorgezogene Wahl in Japan belasten den JPY erheblich.
  • Das GBP profitiert von einer gedämpften USD-Nachfrage und trägt ebenfalls zum Momentum des Paares bei.

Das Währungspaar GBP/JPY baut auf dem Ausbruchsmomentum des Vortages durch eine fast drei Wochen alte Handelsspanne auf und gewinnt am Dienstag den dritten Tag in Folge an positiver Dynamik. Die Kassakurse sind auf ein neues Hoch seit August 2008 gestiegen, wobei die Bullen nun darauf abzielen, den Aufwärtstrend über die Marke von 214,00 hinaus auszudehnen, während der japanische Yen (JPY) insgesamt schwächer ist.

Berichte, dass Japans Premierministerin Sanae Takaichi möglicherweise bald eine vorgezogene Wahl ansetzen könnte, um von ihren Zustimmungswerten zu profitieren, befeuern Spekulationen über eine weitere expansiven Fiskalpolitik. Dies kommt zusätzlich zur Unsicherheit über den wahrscheinlichen Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) und der sich vertiefenden diplomatischen Krise zwischen Japan und China, die wiederum als schwerwiegende Belastung für den JPY angesehen wird. Darüber hinaus erweist sich die zugrunde liegende bullische Stimmung an den globalen Aktienmärkten als ein weiterer Faktor, der den sicheren Hafen-Status des JPY untergräbt und das Währungspaar GBP/JPY nach oben treibt.

Die JPY-Bären scheinen unterdessen von den Erwartungen, dass die japanischen Behörden eingreifen könnten, um eine weitere Schwäche der heimischen Währung zu stoppen, unbeeindruckt zu sein. Tatsächlich äußerte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama am Dienstag, dass sie die Bedenken über den einseitigen Rückgang des JPY mit dem US-Finanzminister Scott Bessent teile und hinzufügte, dass die Toleranz für Schwäche begrenzt sei. Darüber hinaus trägt die hawkische Perspektive der BoJ wenig dazu bei, die vorherrschende Verkaufsneigung rund um den JPY zu mildern, was den Fall für eine weitere kurzfristige Aufwertung des GBP/JPY-Kreuzes unterstützt.

Das Britische Pfund (GBP) hingegen profitiert von dem Mangel an nennenswertem Kaufinteresse am US-Dollar (USD). Dies bestätigt wiederum die kurzfristige positive Perspektive auf der Grundlage der über Nacht erzielten Stärke über dem vorherigen Mehrjahreshoch, das letzte Woche im Bereich von 212,15 erreicht wurde. Aus technischer Sicht zeigt der tägliche Relative Strength Index (RSI) überkaufte Bedingungen an und mahnt die GBP/JPY-Bullen zur Vorsicht. Die Händler warten nun auf die Rede von BoE-Gouverneur Andrew Bailey, um neuen Auftrieb zu erhalten, während Wetten auf zwei weitere Zinssenkungen im Jahr 2026 bestehen.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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