- GBP/JPY bewegt sich am Mittwoch nach unten, hält sich jedoch in der Nähe von Mehrjahreshochs.
- Die Preisbewegung bleibt weiterhin über den steigenden gleitenden Durchschnitten im Tages-Chart.
- Das Momentum kühlt von überkauften Niveaus ab, obwohl die Käufer die Kontrolle behalten.
Das Britische Pfund (GBP) gibt am Mittwoch gegenüber dem Japanischen Yen (JPY) nach und verlängert die Verluste für den zweiten aufeinanderfolgenden Tag. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt GBP/JPY um die psychologische Marke von 211,00, was einem Rückgang von fast 0,20% entspricht.
Der Rückgang blieb bisher begrenzt, da die breite Zinsdifferenz zwischen dem Vereinigten Königreich und Japan das Währungspaar in der Nähe von Niveaus stützt, die zuletzt 2008 zu sehen waren. GBP/JPY stieg im vergangenen Jahr um fast 7%, gestützt durch anhaltende fiskalische Bedenken in Japan und den vorsichtigen Ansatz der Bank of Japan (BoJ) zur Normalisierung der Geldpolitik, der den Yen defensiv gehalten hat.
In der Zwischenzeit hat der schrittweise Lockerungszyklus der Bank of England (BoE) es dem Pfund ermöglicht, seinen relativen Renditevorteil zu bewahren, was die zugrunde liegende Nachfrage nach dem Währungspaar aufrechterhält.
Aus technischer Sicht handelt GBP/JPY weiterhin innerhalb eines klar definierten Aufwärtstrends, wobei der Tages-Chart eine klare Abfolge höherer Hochs und höherer Tiefs zeigt, die die breitere bullish Struktur verstärkt.
Der 20-Tage Simple Moving Average (SMA), der auch das mittlere Bollinger Band bildet, zeigt weiterhin eine steigende Tendenz, wobei das Paar darüber bleibt und einen konstruktiven kurzfristigen Ton bewahrt.
Das Momentum bleibt unterstützend, obwohl Anzeichen einer Mäßigung auftreten. Der Relative Strength Index (RSI) steht bei etwa 63,7 und liegt deutlich über der neutralen Marke von 50, was darauf hindeutet, dass die Käufer die Kontrolle behalten, obwohl sie von überkauften Niveaus abkühlen. Der Average Directional Index (ADX) bei 32,83 spiegelt ein festes Trendumfeld wider, was darauf hindeutet, dass Rücksetzer begrenzt bleiben könnten.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand in der Nähe des oberen Bands bei 212,90. Ein täglicher Schlusskurs über dem oberen Band würde Raum für eine Fortsetzung der Rallye schaffen.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung um das mittlere Band bei etwa 210,15 gesehen, wobei ein tieferer Rücksetzer wahrscheinlich Interesse näher am unteren Band im Bereich von 207,40 finden wird.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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