- GBP/JPY bewegt sich nach unten, da Spekulationen über Interventionen den japanischen Yen unterstützen.
- Der Preis bleibt in einer Spanne, wobei die 21-Tage- und 50-Tage-SMAs als kurzfristige technische Wendepunkte fungieren.
- Momentum-Indikatoren deuten auf eine abkühlende bullische Tendenz hin.
Das britische Pfund (GBP) handelt am Mittwoch gegen den japanischen Yen (JPY) unter Druck, da GBP/JPY moderaten Druck erfährt, während die Nachfrage nach dem Yen aufgrund neuer Spekulationen über Interventionen zunimmt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird das Währungspaar bei etwa 210,37 gehandelt, da ein ruhiger Wirtschaftsdatenkalender sowohl in Japan als auch im Vereinigten Königreich die Preisbewegung innerhalb der engen Handelsrange dieser Woche begrenzt.

Technisch gesehen handelt GBP/JPY weiterhin innerhalb eines gut definierten aufsteigenden parallelen Kanals, wobei die breitere bullische Struktur durch eine klare Abfolge höherer Hochs und höherer Tiefs gestützt wird.
Der kurzfristige Ausblick hat sich jedoch leicht bärisch gewendet, nachdem das Paar ein Doppel-Top-Chartmuster im Bereich von 214,00-215,00 in der Nähe der oberen Begrenzung des Kanals gebildet hat.
Die Momentum-Indikatoren spiegeln diese abkühlende Tendenz wider. Der Relative Strength Index (RSI) ist auf etwa 45,7 gefallen, nachdem er aus dem überkauften Bereich zurückgegangen ist, was darauf hindeutet, dass das bullische Momentum nachlässt. Gleichzeitig ist der Average Directional Index (ADX) auf etwa 25,9 gesunken, was auf einen Verlust der Trendstärke hinweist.
Auf der Abwärtsseite stabilisiert sich die Preisbewegung derzeit über dem 50-Tage Simple Moving Average (SMA) bei etwa 209,70. Ein nachhaltiger Bruch unter dieses Niveau würde den 100-Tage SMA bei etwa 205,70 freilegen, der eng mit der unteren Begrenzung des aufsteigenden Kanals übereinstimmt.
Ein entscheidender täglicher Schlusskurs unter dem Kanal würde eine tiefere Korrekturphase signalisieren und möglicherweise den Weg zur psychologischen Marke von 200,00 öffnen.
Auf der Oberseite begrenzt der 21-Tage SMA bei etwa 211,80 unmittelbare Erholungsversuche. Ein Scheitern, diese Zone zurückzuerobern, würde die kurzfristigen Risiken nach unten neigen.
Umgekehrt könnte ein klarer Ausbruch darüber frisches Kaufinteresse anziehen und einen Test des Doppel-Top-Bereichs in der Nähe des Kanaloberendes ermöglichen, mit der Möglichkeit einer Erweiterung zu neuen Höchstständen, wenn das bullische Momentum wieder anzieht.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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