• GBP/JPY handelt leicht niedriger unter 201,00 und steht vor dem zweiten wöchentlichen Verlust in Folge.
  • Die Preisbewegung schwebt um den 50-Tage-SMA, während sie über dem 100-Tage-SMA und der wichtigen Unterstützung bei 200,00 bleibt.
  • Momentum-Indikatoren deuten auf eine Konsolidierung mit einer milden bärischen Tendenz hin.

GBP/JPY handelt am Freitag leicht niedriger und schwebt zum Zeitpunkt des Schreibens um 200,75, bleibt jedoch auf Kurs für den zweiten wöchentlichen Verlust in Folge. Das Paar hat sich nach einem starken Verkaufsdruck in der Mitte der Woche stabilisiert, der die Preise auf ein Monatstief trieb und die bullische Lücke vom 6. Oktober schloss.

Im Tageschart testet das Währungspaar derzeit den 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) nahe 201,00, während es knapp über dem 100-Tage-SMA bei 199,70 bleibt, der eng mit dem wöchentlichen Tief bei etwa 199,00 übereinstimmt.

Die unmittelbare Unterstützungszone liegt bei 200,00-200,50, einem Bereich, der zuvor als Widerstand fungierte und nun als wichtige Untergrenze dient. Das Halten über dieser Zone hält die breitere Tendenz konstruktiv, während ein entscheidender Bruch unter 200,00 den kurzfristigen Verkäufern die Kontrolle übergeben und die Tür für einen tieferen Rückgang in Richtung 199,00 und 198,50 öffnen könnte.

Auf der Oberseite fungiert der 21-Tage-SMA um 202,25 als erster Widerstand, gefolgt von 203,50. Eine nachhaltige Bewegung über diese Niveaus würde ein erneutes bullisches Momentum signalisieren.

Der Relative Strength Index (RSI) schwebt nahe 46 und spiegelt ein neutrales Momentum mit einer milden bärischen Neigung wider, da die Käufer Schwierigkeiten haben, die Kontrolle zurückzugewinnen. In der Zwischenzeit bleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD) unter seiner Signallinie, wobei das Histogramm weiterhin im negativen Bereich liegt, was das nachlassende bullische Momentum und einen vorsichtigen Ton im kurzfristigen Bereich bestätigt.

Zusammen deuten diese Indikatoren auf eine Konsolidierung um die aktuellen Niveaus hin, wobei die Bären einen leichten Vorteil haben, es sei denn, das Paar erobert den 21-Tage-SMA bei 202,25 zurück.

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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