Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen. Aufwärtskorrekturen bei den Wachstums- und Inflationsprognosen führten jedoch zu einer Gegenbewegung der zuvor schwächeren Gemeinschaftswährung. Die Zuversicht in mögliche Zinserhöhungen gegen Ende des Jahres 2026 bleibt dabei nach Einschätzung von TDS-Ökonomen verhalten.

Zinsdifferenzen kurzfristig von nachrangiger Bedeutung

„Die EZB hat wie erwartet eine Pause eingelegt, wobei der Euro nach der Anhebung der Wachstums- und Inflationsprognosen die vorangegangene Schwäche wieder wettgemacht hat. Wir gehen nicht davon aus, dass relative Zinsdifferenzen in naher Zukunft ein wesentlicher Treiber für den Euro sein werden, auch wenn die Märkte zuletzt versucht haben, sich für mögliche Zinsschritte Ende 2026 zu begeistern.“

„Wir erwarten, dass der Euro bis ins erste Quartal 2026 weiter zulegt. Dafür sprechen eine schwache Dollar-Stimmung, zunehmende Abwärtsrisiken für den US-Arbeitsmarkt und die US-Zinsen, der anhaltende Verlust der Safe-Haven-Attraktivität des Greenback sowie geringere Extremrisiken für den Ausblick der Eurozone im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg oder China.“

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