Die europäischen Gasvorräte sinken aufgrund der Kältewelle unter 78 %, während Spekulanten zum ersten Mal seit März 2024 eine Netto-Short-Position einnehmen, was die Risiken für den Wintermarkt erhöht, wie die Rohstoffexperten Ewa Manthey und Warren Patterson von ING anmerken.
Kaltes Wetter führt zu starkem Abbau
„Die europäischen Gasvorräte tendieren weiterhin nach unten und verzeichnen einen Rückgang unter 78 % voll. Die starken Entnahmen erfolgen inmitten ungewöhnlich kalter Witterung, obwohl Prognosen darauf hindeuten, dass das Wetter Anfang Dezember milder werden wird. Trotz des für diese Jahreszeit unterdurchschnittlichen Speicherniveaus bleiben Investmentfonds zunehmend bärisch gegenüber dem europäischen Gasmarkt.
Die neuesten Daten zur Positionierung zeigen, dass Spekulanten von einer Netto-Long-Position von 15,6 TWh zu einer Netto-Short-Position von 11,4 TWh gewechselt sind. Dies ist das erste Mal seit März 2024, dass Fonds Short-Positionen in der Title Transfer Facility (TTF) halten.
„Diese Entwicklung wurde erneut durch neue Short-Positionen auf dem Markt ausgelöst, wodurch die Brutto-Short-Positionen einen weiteren Rekordwert erreichten. Diese großen Short-Positionen bergen ein erhebliches Positionierungspotenzial, falls es im Winter zu unerwarteten Veränderungen bei Angebot oder Nachfrage kommen sollte.“
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