- EUR/JPY handelt am Donnerstag ohne klare Richtung um 185,65, wobei der Euro durch eine sich verbessernde deutsche Verbraucherstimmung gestützt wird.
- Das deutsche Verbrauchervertrauen steigt im September deutlich und übertrifft die Markterwartungen klar.
- Der japanische Yen bleibt aufgrund fiskalischer Sorgen unter Druck, obwohl Erwartungen höherer Zinsen in Japan seine Schwäche begrenzen.
EUR/JPY handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Donnerstag um 185,65 und damit praktisch unverändert gegenüber dem Vortag. Der Euro (EUR) profitiert von ermutigenden deutschen Daten, während der japanische Yen (JPY) weiterhin Schwierigkeiten hat, nachhaltige Nachfrage anzuziehen, da Sorgen über die fiskalische Lage Japans bestehen.
Das Verbrauchervertrauen in Deutschland verbessert sich im September deutlich. Der GfK-Verbrauchervertrauensindex steigt von -29,4 im August auf -26,6, verglichen mit der Markterwartung von -29,6.
Die Zahlen liefern ein ermutigenderes Signal für die größte Volkswirtschaft der Eurozone und bieten der Gemeinschaftswährung etwas Unterstützung. Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die Veröffentlichung des jüngsten Protokolls der geldpolitischen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Laufe des Donnerstags. Händler werden nach neuen Hinweisen auf den künftigen Zinspfad in der Eurozone suchen.
In Japan bleibt der japanische Yen aufgrund von Sorgen über die sich verschlechternden öffentlichen Finanzen des Landes unter Druck, da hohe Staatsverschuldung und neue Ausgabenpläne die Bedenken hinsichtlich des fiskalischen Kurses Japans verstärken.
Die Aussicht auf eine weitere geldpolitische Straffung durch die Bank of Japan (BoJ) begrenzt jedoch die Schwäche der japanischen Währung. Laut einer Reuters-Umfrage, die zwischen dem 17. und 24. August durchgeführt wurde, erwarten 57% der befragten Ökonomen, dass die BoJ auf ihrer Sitzung im September ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25% anheben wird. Dies stellt eine deutliche Verschiebung gegenüber der Juli-Umfrage dar, als nur 5% der Ökonomen eine Zinserhöhung im September erwarteten.
Dennoch begrenzt das weiterhin breite Zinsgefälle zwischen Japan und anderen großen Volkswirtschaften die Attraktivität des japanischen Yen weiterhin. EUR/JPY bleibt daher zwischen der Unterstützung für den Euro durch verbesserte deutsche Daten und Erwartungen einer weiteren geldpolitischen Straffung in Japan gefangen.
BoJ schließt sich dem globalen Wandel an, da der Energieschock die Inflationsrisiken erhöht hält
Analysten von Rabobank heben hervor, dass das Vorstandsmitglied der Bank of Japan, Himino, nun für "einen ähnlichen proaktiven Ansatz plädiert, da der Inflationsdruck zunimmt, um zu vermeiden, dass die Entscheidungsträger später aggressiver anheben müssen." Sie weisen darauf hin, dass diese Haltung in ein breiteres Muster passt, wobei "mehrere Zentralbanken… nun eine straffere Politik signalisieren, um zu verhindern, dass sich der Energieschock in breiter angelegte Preisdrucke verwandelt." Rabobank warnt, dass "wie wir bereits zuvor hervorgehoben haben, die Zeit nicht auf der Seite der Zentralbanker ist. Je länger der Krieg im Iran andauert und je länger die Störungen an den Energiemärkten anhalten, desto stärker wird die inflationäre Wirkung sein," was das Argument für eine frühere statt verzögerte geldpolitische Straffung untermauert.
Euro - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Britisches Pfund.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.06% | 0.11% | 0.10% | 0.05% | -0.08% | 0.18% | 0.05% | |
| EUR | -0.06% | 0.07% | 0.00% | -0.03% | -0.15% | 0.01% | -0.02% | |
| GBP | -0.11% | -0.07% | -0.02% | -0.11% | -0.17% | -0.04% | -0.09% | |
| JPY | -0.10% | 0.00% | 0.02% | -0.06% | -0.15% | -0.03% | -0.04% | |
| CAD | -0.05% | 0.03% | 0.11% | 0.06% | -0.10% | 0.04% | 0.02% | |
| AUD | 0.08% | 0.15% | 0.17% | 0.15% | 0.10% | 0.15% | 0.12% | |
| NZD | -0.18% | -0.01% | 0.04% | 0.03% | -0.04% | -0.15% | 0.00% | |
| CHF | -0.05% | 0.02% | 0.09% | 0.04% | -0.02% | -0.12% | -0.00% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
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Das sollten Sie am Donnerstag, den 27. August, im Blick behalten:
Das Handelsgeschehen bleibt am Donnerstagmorgen in Europa unruhig, da sich die Anleger vor dem mit Spannung erwarteten Jackson-Hole-Symposium mit größeren Positionen zurückhalten. Der US-Wirtschaftskalender umfasst die Daten zur Handelsbilanz für Waren für Juli sowie die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung.