Der Euro (EUR) zeigt sich schwach und verliert gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht um 0,1 Prozent. Damit bleibt die Gemeinschaftswährung hinter allen G10-Devisen zurück – mit Ausnahme von Pfund Sterling und Schweizer Franken – und gibt einen kleinen Teil der Gewinne vom Dienstag wieder ab, berichten die Chef-Devisenstrategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret.
EZB-Zurückhaltung begrenzt Aufwärtspotenzial des Euro
„Die Verschiebung am Optionsmarkt ist auffällig und völlig losgelöst von den Fundamentaldaten, da die Renditeabstände zwischen deutschen und US-Anleihen weiter schwach geblieben sind. Die jüngsten Äußerungen aus der Europäische Zentralbank fielen eher neutral bis zurückhaltend aus – vor allem als Reaktion auf die jüngsten Spannungen zwischen der EU und den USA.“
„Präsidentin Christine Lagarde deutete an, dass die Geldpolitik derzeit gut positioniert sei, während EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel erklärte, dass Wachstumsrisiken zunehmend schwerer wögen als Inflationsgefahren. Der Markt für kurzfristige Zinsen tendiert inzwischen zu leichten Zinssenkungen und hat in der vergangenen Woche um einige Basispunkte nachgegeben.“
„Der Euro scheint die starke Aufwärtsbewegung vom Dienstag zu konsolidieren. Die jüngste Kursentwicklung deutet auf einen kurzfristigen Widerstand oberhalb von 1,1750 hin. Der RSI signalisiert weiterhin ein positives Momentum. Im Fokus stehen das Hoch von Ende Dezember bei etwa 1,18 sowie das Zwischenhoch von Mitte September bei rund 1,1920. Kurzfristig rechnen wir mit einer Seitwärtsbewegung zwischen einer Unterstützung bei 1,1680 und einem Widerstand bei 1,1780.“
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