Der Euro (EUR) startet mit einem Plus von 0,3 Prozent in die nordamerikanische Handelssitzung am Montag und liegt damit vor allen G10-Währungen – mit Ausnahme des japanischen Yen (JPY), berichten die Chef-Devisenstrategen von Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret.
Die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland und Frankreich zeigen eine leichte Schrumpfung
„Der endgültige Einkaufsmanagerindex für die Industrie der Eurozone wich kaum vom vorläufigen Wert ab und verharrte leicht im kontraktiven Bereich knapp unter der Neutralmarke. Der deutsche Industrie-PMI lag mit 48,2 etwas niedriger, der französische Wert mit 47,8 noch schwächer. Die Daten wurden weitgehend ignoriert, da die EZB klar neutral auftritt und der Ausblick auf die relative Geldpolitik dem Euro grundsätzliche Unterstützung bietet.“
„Der Renditeabstand zwischen zweijährigen Bundesanleihen und US-Treasuries hält sich knapp unter seinem jüngsten 14-Monats-Hoch. Der Datenhöhepunkt dieser Woche wird am Dienstag die vorläufige Inflationsrate der Eurozone für November sein. Der Kalender der EZB ist dicht gefüllt mit zwölf öffentlichen Auftritten, und wir achten genau auf mögliche Veränderungen im Tonfall, da einige Entscheidungsträger inzwischen auf Aufwärtsrisiken für die Inflation hinweisen.“
„Der Euro hat erstmals seit Mitte Oktober wieder seine 50-Tage-Linie (1,1617) überwunden und zuletzt Anfang Oktober über diesem Niveau geschlossen. Der RSI tendiert mit einem Anstieg in Richtung 60 in den bullischen Bereich und signalisiert solide Dynamik, während sich der Kurs auf den erwarteten Widerstand um 1,1650 zubewegt (Hochs von Ende Oktober und Mitte November). Weitere Widerstände werden bei 1,17 und 1,1750 erwartet. Kurzfristig sehen wir eine Handelsspanne zwischen 1,1580 und 1,1680.“
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