• Der Euro erholt sich gegenüber dem Pfund, da die dovishen BoE-Positionen das Sterling belasten.
  • Die BoE belässt den Bankzins bei 4% in einer knappen Abstimmung von 5-4, wobei vier Mitglieder eine Senkung um 25 Basispunkte unterstützen.
  • Die Geldpolitische Kluft weitet sich aus, da die BoE auf Zinssenkungen hindeutet und die EZB im Abwartemodus bleibt.

Der Euro (EUR) legt am Freitag gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) zu und beendet eine zweitägige Verlustserie, da die dovishe Geldpolitik der Bank of England (BoE) auf das Sterling drückt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert EUR/GBP bei etwa 0,8808, ein Plus von 0,20% im Tagesverlauf und auf dem Weg, den dritten wöchentlichen Gewinn in Folge zu verzeichnen.

Die BoE hielt am Donnerstag den Bankzinssatz wie erwartet unverändert bei 4%, schlug jedoch einen weicheren Ton an, der die Aufmerksamkeit der Märkte auf sich zog. Der neunköpfige Ausschuss für Geldpolitik (MPC) stimmte mit 5-4 für den Verbleib, wobei vier Mitglieder eine sofortige Zinssenkung unterstützten, was auf eine wachsende dovishe Neigung innerhalb der Zentralbank hinweist.

Gouverneur Andrew Bailey erkannte an, dass die Inflation schneller als erwartet nachlässt und deutete an, dass die Politik "nicht zu lange so restriktiv bleiben muss", was auf mögliche Zinssenkungen in den kommenden Monaten hindeutet.

Der Fokus richtet sich nun auf das britische Budget am 26. November, das die Richtung des Sterling weiter beeinflussen könnte. Finanzministerin Rachel Reeves wird voraussichtlich einen fiskalisch vorsichtigen Plan vorstellen, da die Regierung mit einem Defizit von 20-30 Milliarden Pfund konfrontiert ist. Analysten erwarten Steuererhöhungen und begrenzte Ausgaben, eine Mischung, die das Wachstum verlangsamen und die Argumentation für Zinssenkungen der BoE verstärken könnte.

In der Zwischenzeit ließ die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Einlagenzinssatz am 30. Oktober unverändert bei 2% und hielt an ihrem datengestützten, sitzungsabhängigen Ansatz fest. Die EZB stellte fest, dass der Preisdruck nachgelassen hat, die Kerninflation zurückgeht und die Wirtschaft der Eurozone eine moderate, aber stabile Expansion zeigt.

Präsidentin Christine Lagarde sagte, die geldpolitische Haltung sei "gut aufgestellt", betonte jedoch, dass diese Position nicht festgelegt sei und Spielraum für Anpassungen lasse, falls sich Inflation oder Wachstum von den Erwartungen abweichen.

Die wachsende Divergenz in der Geldpolitik zwischen der EZB und der BoE bleibt ein entscheidender Treiber für EUR/GBP. Während beide Zentralbanken derzeit die Zinsen stabil halten, deutet die gespaltene Abstimmung der BoE und Baileys dovishe Äußerungen auf eine frühere Wende zur Lockerung hin, im Gegensatz zur ausgewogeneren Haltung der EZB.

US-Dollar - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.17% 0.04% 0.25% -0.36% -0.13% 0.23% -0.12%
EUR 0.17% 0.22% 0.41% -0.19% 0.04% 0.40% 0.05%
GBP -0.04% -0.22% 0.18% -0.43% -0.17% 0.18% -0.16%
JPY -0.25% -0.41% -0.18% -0.56% -0.33% 0.00% -0.32%
CAD 0.36% 0.19% 0.43% 0.56% 0.23% 0.57% 0.25%
AUD 0.13% -0.04% 0.17% 0.33% -0.23% 0.36% 0.02%
NZD -0.23% -0.40% -0.18% 0.00% -0.57% -0.36% -0.34%
CHF 0.12% -0.05% 0.16% 0.32% -0.25% -0.02% 0.34%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.

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