• EUR/USD behauptet sich, während der US-Dollar aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten in den USA abwertet.
  • Der JOLTS-Bericht über offene Stellen meldete im April 7,39 Millionen Stellen, was überraschend über den erwarteten 7,1 Millionen lag.
  • Der harmonisierte Verbraucherpreisindex der Eurozone fiel im Mai um 1,9% im Jahresvergleich und lag damit unter dem Ziel von 2% der EZB.

EUR/USD bewegt sich wenig, nachdem es in der vorherigen Sitzung Verluste verzeichnete, und wird während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch um 1,1380 gehandelt. Das Paar könnte an Wert gewinnen, da der US-Dollar (USD) aufgrund der Vorsicht der Händler angesichts steigender Tarifunsicherheiten und deren potenzieller Auswirkungen auf das Wachstum der US-Wirtschaft unter Druck gerät.

Der Job Openings and Labor Turnover Survey (JOLTS) verzeichnete im April 7,39 Millionen neue Stellen, höher als die 7,2 Millionen offenen Stellen im März. Diese Zahl lag überraschend über den Markterwartungen von 7,1 Millionen.

Händler warten auf den US Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht für Mai, der voraussichtlich 130.000 neue Arbeitsplätze zeigen wird. Sollte der Bericht ein stärker als erwartetes Ergebnis zeigen, könnte dies den Greenback stärken und Druck auf das EUR/USD-Paar ausüben.

US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Sonntag, dass Trump und Xi Jinping bald erwartet werden, um Handelsstreitigkeiten zu lösen. Das chinesische Handelsministerium erklärte am Montag, dass China dem Abkommen nachgekommen sei, indem es relevante tarifäre und nicht-tarifäre Maßnahmen, die sich gegen die "gegenseitigen Zölle" der USA richteten, aufgehoben oder ausgesetzt habe. In der vergangenen Woche beschuldigte US-Präsident Donald Trump China, einen zuvor in diesem Monat erzielten Waffenstillstand bei den Zöllen zu brechen.

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex der Eurozone (HICP) fiel im Mai um 1,9% im Jahresvergleich und lag damit zum ersten Mal seit acht Monaten unter dem Ziel von 2% der EZB. Der Kern-HICP, der volatile Posten ausschließt, fiel um 2,3% im Jahresvergleich, nach 2,7% im Vormonat.

Da die Inflation des HICP im Mai unter dem Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt, verstärkt dies die Erwartungen, dass die Zentralbank diese Woche die Zinsen senken könnte. Die Finanzmärkte haben die Wahrscheinlichkeit, dass die EZB ihren Einlagenzinssatz um 25 Basispunkte (Bp) auf 2% bei der bevorstehenden geldpolitischen Sitzung senken wird, vollständig eingepreist.

Euro FAQs

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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