- EUR/USD postet am Donnerstag aufgrund des schwächeren USD leichte Gewinne nahe 1,0700.
- Die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA stiegen im März um 2,6% ggü. 0,7% im Vormonat; die Kerngüter stiegen um 0,2% ggü. dem Vormonat, schlechter als erwartet.
- Die dovishe Haltung der EZB, die an ihren Plänen festhält, die Zinssätze in diesem Jahr zu senken, belastet den Euro.
- Händler werden die Veröffentlichung der Daten zum US-BIP-Wachstum in Q1 beobachten.
Das Paar EUR/USD pendelt am Donnerstag im frühen asiatischen Handel um die psychologische Marke von 1,0700. Der leichte Aufwärtstrend des Major-Paares wird durch den schwächeren US-Dollar (USD) unterstützt. Im weiteren Verlauf des Tages wird die GfK-Umfrage zum Verbrauchervertrauen in Deutschland für April veröffentlicht. Außerdem werden die vorläufigen Zahlen zum Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwartet.
Das US-Handelsministerium gab am Mittwoch bekannt, dass die Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter in den Vereinigten Staaten im März um 2,6% gestiegen sind, nachdem sie zuvor um 0,7% gestiegen waren, und damit die Schätzung von 2,5% übertroffen haben. Bei den Kerngütern, bei denen der Transportsektor nicht berücksichtigt wurde, lag der Anstieg im März bei 0,2% und damit unter der Erwartung von 0,3%.
Die Veröffentlichung des US-BIP für das erste Quartal könnte Aufschluss über die Stärke des Wirtschaftswachstums geben und einen Hinweis auf den nächsten Schritt der Fed liefern. Sollten die Daten stärker als erwartet ausfallen, könnte dies Spekulationen auslösen, dass die Fed den Zinssenkungszyklus verschieben und den Greenback stärken wird. Laut dem CME FedWatch-Tool haben die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von fast 70% eingepreist, dass die US-Notenbank (Fed) ihren Leitzins im September senken wird,
Auf der anderen Seite des großen Teichs halten die Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank (EZB) an ihren Plänen fest, die Zinssätze in diesem Jahr zu senken, auch wenn die erhöhte Inflation in den USA einen Wechsel zu einer lockeren Politik der Fed verzögern könnte. Die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, deutete an, dass die Zentralbank ihren Einlagensatz im Juni von rekordverdächtigen 4 % senken könnte, hielt sich aber weitere Optionen offen. Die zurückhaltende Haltung der EZB übt einen gewissen Verkaufsdruck auf den Euro (EUR) aus und sorgt für Gegenwind für das Paar EUR/USD.
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