Der Euro (EUR) verzeichnete einen leichten Tagesverlust, aber EUR/USD bewegte sich über Nacht im Wesentlichen in einer engen Spanne seitwärts, da sich der Markt um den höchsten Stand des EUR seit Jahresbeginn konsolidierte, so Shaun Osborne, Chief FX Strategist bei der Scotiabank.

Korrektur oder Konsolidierung im Aufwärtstrend

„Während die politischen Aussichten der US-Notenbank als treibende Kraft für EUR/USD-Gewinne viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, darf die EZB nicht übersehen werden. Die Märkte sind nach wie vor sehr zuversichtlich, dass am 12. September eine weitere Lockerung um 25 Basispunkte erfolgen wird, aber es gibt einige klare potenzielle Hindernisse für eine 'datengetriebene' weitere Zinssenkung durch die EZB“.

„Politische Falken sind besorgt über die Höhe der Lohnzuwächse im ersten Quartal. Die deutsche Bundesbank hat heute bekannt gegeben, dass die Löhne im Frühjahr um 4,2 Prozent gestiegen sind, was nach Ansicht der Bundesbank die Inflation hoch halten wird. Die EZB wird am Donnerstag die Lohndaten für das zweite Quartal veröffentlichen, und ein weiterer starker Lohnanstieg könnte die Wetten auf eine Lockerung der Geldpolitik dämpfen“.

„Der solide Aufwärtstrend des EUR auf dem Chart treibt die Gewinne über den 200-Wochen-Durchschnitt (1,1064) und bringt den EUR in Reichweite des Hochs von Ende 2023 bei 1,1149. Die Oszillatoren auf dem kurz-, mittel- und langfristigen DMI sind aufwärts gerichtet, was die Kursgewinne des EUR unterstützt. Die Intraday- und Tages-DMIs sehen jedoch allmählich sehr gedehnt aus. Eine Korrektur oder Konsolidierung des Aufwärtstrends stellt ein zunehmendes technisches Risiko für den EUR dar. Die Unterstützung liegt bei 1,1000/05“.

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