• EUR/USD gibt leicht nach und notiert bei rund 1,1432, während der US-Dollar zurückprallt.
  • Der US-Dollar erholt sich trotz fallender Ölpreise.
  • Anleger erwarten, dass die EZB die Zinssätze bei der geldpolitischen Bekanntgabe am Donnerstag unverändert lässt.

Der Euro (EUR) notiert während der europäischen Handelssitzung am Montag leicht niedriger bei rund 1,1432 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das wichtige Währungspaar gibt nach, da der US-Dollar seine frühen Verluste wieder wettmacht.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen misst, leicht höher bei rund 100,77.

Der Greenback erholt sich, obwohl die Ölpreise angesichts von Hoffnungen auf eine Deeskalation der anhaltenden militärischen Aggression zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran zurückgegangen sind. Höhere Ölpreise entkoppeln die Inflationserwartungen, die die Zinserwartungen der Federal Reserve (Fed) beeinflussen – ein Szenario, das für den US-Dollar günstig ist.

In dieser Woche werden die Anleger die geldpolitische Bekanntgabe der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag genau verfolgen, bei der erwartet wird, dass die Entscheidungsträger die Leitzinsen unverändert lassen. Bei der Sitzung im Juni hatten die Verantwortlichen die Leitzinsen um 25 Basispunkte (bps) angehoben, jedoch eine Sitzung-für-Sitzung-Vorgehensweise signalisiert.

Aktuelle Äußerungen von EZB-Vertretern deuten darauf hin, dass weitere Zinserhöhungen erforderlich sein könnten, da der Preisdruck voraussichtlich länger über dem 2%-Ziel der Zentralbank bleiben wird.

EUR/USD technische Analyse

EUR/USD notiert leicht niedriger bei 1,1437 und zeigt kurzfristig eine leicht bärische Tendenz, da es knapp unter dem 20-periodischen Exponential Moving Average (EMA) bei 1,1441 bleibt, der nun die Oberseite begrenzt. Die Kursbewegung deutet auf eine Bearish Flag-Formation hin, ein Trendfortsetzungsmuster. Da die Kursbewegung darauf hindeutet, dass die vorherige Bewegung abwärts gerichtet war, gefolgt von einer Konsolidierung, sind die Chancen für einen weiteren Rückgang deutlich höher.

Der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 47 zeigt eine leicht schwache Tendenz und deutet darauf hin, dass das Aufwärtsmomentum nachlässt, während das Paar unter seinem unmittelbaren dynamischen Widerstand handelt.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 20-Tage-EMA um 1,1441, und ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke würde den oberen Kanalbereich bei rund 1,1516 als nächstes Hindernis freilegen. Auf der Unterseite stellt die untere Begrenzung des steigenden Kanals bei 1,1393 die erste nennenswerte Unterstützung dar, und ein entscheidender Durchbruch unter diese Unterstützung würde die konstruktive Kanalstruktur schwächen und den Weg für einen weiteren Rückgang in Richtung 1,1300 öffnen.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.

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