- Das Paar AUD/USD gewinnt im asiatischen Handel am Dienstag auf rund 0,7010 an Boden.
- Die USA starten weitere Angriffe auf den Iran.
- Die RBA befindet sich im „Abwarten“-Modus und beobachtet wichtige Wirtschaftsdaten vor ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung.
Das Paar AUD/USD steigt im Laufe des asiatischen Handels am Dienstag auf fast 0,7010. Das potenzielle Aufwärtspotenzial des Paares könnte jedoch angesichts der Eskalation des US-Iran-Konflikts begrenzt sein. Der australische Arbeitsmarktbericht wird am Donnerstag im Mittelpunkt stehen.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte am Montag mit, dass es weitere Angriffe gegen den Iran durchgeführt habe, wenige Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump gewarnt hatte, dass Teheran für den Tod von drei amerikanischen Soldaten in den vergangenen Tagen bezahlen werde, so CNN.
Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen im Süden Irans, darunter auf der Insel Qeshm sowie in Bandar Abbas, Sirik, Chabahar, Isfahan und Konarak. Kuwait gab ebenfalls bekannt, dass seine Luftabwehr gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe aktiviert wurde. Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten könnten kurzfristig auf risikoreichere Anlagen wie den australischen Dollar (AUD) gegenüber dem US-Dollar (USD) drücken.
Nach drei aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte (bps) zu Beginn dieses Jahres entschied die Reserve Bank of Australia (RBA) auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni, den Leitzins (Official Cash Rate - OCR) unverändert bei 4,35 % zu belassen. Die australische Zentralbank befindet sich derzeit im „Abwarten“-Modus, um zu bewerten, wie sich ihr Straffungszyklus auf die hartnäckige Kerninflation und die abkühlende Binnenwirtschaft auswirkt.
Die ASX 30-Tage Interbank Cash Rate Futures implizierten eine 16%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der RBA im August, mit einer etwa 50% bis 60%igen Chance auf eine weitere Erhöhung bis Dezember 2026.
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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Bitcoin weitet seine Gewinne aus und handelt über 65.800 USD, nachdem es am Vortag über der wichtigen technischen Hürde geschlossen hatte. Die bullische Kursentwicklung wird zusätzlich durch die Rückkehr der institutionellen Nachfrage gestützt, wobei Spot Exchange Traded Funds am Montag weiterhin Zuflüsse verzeichnen. Zudem haben die erneuten Hoffnungen auf Frieden zwischen den USA und dem Iran die Risikostimmung gehoben und dem Krypto-König zusätzlichen Rückenwind verschafft.
Das sollten Sie am Dienstag, den 21. Juli, im Blick behalten:
Die wichtigsten Währungspaare bleiben am frühen Dienstag innerhalb bekannter Spannen, da sich die Investoren zurückhalten, große Positionen einzugehen, und gleichzeitig die Schlagzeilen zur Nahostkrise genau beobachten. Die Sentiment-Daten der ZEW-Umfrage für Deutschland und die Eurozone werden im europäischen Wirtschaftskalender veröffentlicht. In der zweiten Tageshälfte werden keine hochwirksamen Datenveröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten erwartet.