• Der japanische Yen notiert ruhig um 162,50 gegenüber dem US-Dollar angesichts der Unsicherheit über die Zukunft des Nahen Ostens.
  • US-Präsident Trump wird entweder einen 10-tägigen Waffenstillstand akzeptieren oder zu einer gemeinsamen umfassenden Militärkampagne gegen den Iran aufrufen.
  • Die Anleger warten auf die nationalen VPI-Daten Japans für Juni.

Der japanische Yen (JPY) notiert während der asiatischen Handelssitzung am Dienstag unverändert gegenüber dem US-Dollar (USD) bei rund 162,50, näher an seinem jahrzehntelangen Hoch von 162,84. Das Paar USD/JPY wird voraussichtlich seitwärts tendieren, da die Anleger auf neue Hinweise warten, ob die Vereinigten Staaten (USA) und der Iran einen Waffenstillstand ankündigen oder die Angriffe fortsetzen werden.

Im asiatischen Handel notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen misst, unverändert bei rund 101,00.

Laut einem Bericht von Axios wird US-Präsident Donald Trump entweder den 10-tägigen Waffenstillstand mit dem Iran akzeptieren und die Verhandlungen über ein Zwischenabkommen wieder aufnehmen oder zu einer gemeinsamen umfassenden Militärkampagne mit Israel gegen den Iran aufrufen.

Am Montag bestätigte ein hochrangiger iranischer Beamter den Erhalt eines Vorschlags für einen 10-tägigen Waffenstillstand von Vermittlern, um die Gespräche über ein Zwischenabkommen wieder aufzunehmen.

Auf der heimischen Front warten die Anleger auf die nationalen Verbraucherpreisindex-Daten (VPI) Japans für Juni, die am Freitag veröffentlicht werden. Die Anleger werden die Inflationsdaten genau beobachten, um Hinweise auf die geldpolitischen Aussichten der Bank of Japan (BoJ) zu erhalten. Der nationale VPI ohne frische Lebensmittel wird voraussichtlich bei 1,6 % im Jahresvergleich (YoY) liegen, höher als die 1,4 % im Mai.

Unterdessen wird der nächste wichtige Auslöser für den US-Dollar die vorläufigen S&P Global PMI-Daten für Juli sein, die am Donnerstag veröffentlicht werden.

 

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.


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