- EUR/USD steht unter starkem Verkaufsdruck, da die steigenden geopolitischen Spannungen den sicheren Hafen USD stärken.
- Die divergierenden Ausblicke von Fed und EZB könnten die Spotpreise unterstützen und Bären zur Vorsicht mahnen.
- Ein nachhaltiger Durchbruch unter die entscheidende Unterstützung des 100-Tage-SMA sollte den Weg für tiefere Verluste ebnen.
Das Paar EUR/USD zieht am Montag während der asiatischen Sitzung zum zweiten Mal in Folge starken Verkaufsdruck an und taucht in ein nahezu vierwöchiges Tief im Bereich von 1,1670 ein. Bärische Händler warten nun auf einen nachhaltigen Durchbruch unter den 100-Tage einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA), bevor sie sich für eine Ausweitung des jüngsten Pullbacks von einem Drei-Monats-Hoch oder den kurz über der Marke von 1,1800 erreichten Niveaus am 24. Dezember positionieren.
Die steigenden geopolitischen Spannungen helfen dem sicheren Hafen US-Dollar (USD), von seiner jüngsten Erholung von seinem niedrigsten Stand seit Anfang Oktober zu profitieren, was wiederum Druck auf das Paar EUR/USD ausübt. Dennoch könnten dovishe Erwartungen der US-Notenbank (Fed) die Gewinne des USD begrenzen. Darüber hinaus könnte die wachsende Akzeptanz, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mit den Zinssenkungen abgeschlossen hat, die Gemeinschaftswährung und das Währungspaar unterstützen.
Auf dem Tageschart rutscht die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie unter die Signallinie und liegt unter der Nullmarke. Das negative Histogramm weitet sich aus, was auf ein wachsendes bärisches Momentum hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) zeigt 44, unterhalb der 50er-Mittellinie, was auf nachlassenden Aufwärtsdruck hinweist. Die erste Unterstützung liegt beim 100-Tage-SMA bei 1,1666; ein Halten darüber würde helfen, den Abwärtsdruck für das Paar EUR/USD zu begrenzen.
In der Zwischenzeit stützt der sanft steigende 100-Tage-SMA weiterhin die breitere Tendenz, obwohl ein täglicher Schlusskurs darunter den Ton wieder zugunsten der Verkäufer kippen würde. Bis dahin könnten Rückgänge über dem Durchschnitt begrenzt bleiben. Die Platzierung des MACD unter null und unter seiner Signallinie verstärkt eine Korrekturphase. Ein Halten über dem 100-Tage-SMA könnte das EUR/USD-Paar stabilisieren, obwohl eine RSI-Erholung über 50 erforderlich ist, um das bullische Momentum wiederherzustellen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
EUR/USD Tageschart
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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