- EUR/USD gerät bei einer leichten Belebung der USD-Nachfrage erneut unter Verkaufsdruck.
- Das technische Setup mahnt bärische Händler im Vorfeld des wichtigen Verbraucherpreisindex der Eurozone zur Vorsicht.
- Der Fokus des Marktes wird sich dann auf die für Mittwoch angesetzte Entscheidung des FOMC verlagern.
Das Paar EUR/USD trifft während des asiatischen Handels am Dienstag auf ein gewisses Angebot und gibt einen Teil der Vortagesgewinne wieder ab, da der US-Dollar (USD) neue Käufe verzeichnete. Die Spotpreise bewegen sich jedoch weiterhin in der gewohnten Spanne der vergangenen Woche und handeln derzeit um die runde Marke von 1,0700.
Die hawkischen Erwartungen der Federal Reserve (Fed) tragen zur Belebung der Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) bei. Dies und die Wetten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen im Juni senken wird, erweisen sich als Schlüsselfaktoren, die einen gewissen Abwärtsdruck auf das Paar EUR/USD ausüben. Händler scheinen jedoch zu zögern, vor den Zahlen zur Verbraucherinflation in der Eurozone am Dienstag und dem Ergebnis der zweitägigen FOMC-Sitzung am Mittwoch aggressive direktionale Wetten zu platzieren.
Aus technischer Sicht ist es wahrscheinlicher, dass ein anschließender Rückgang in der Nähe des Zusammenflusses von 1,0690-1,0685, der den einfachen gleitenden 200-Stunden-Durchschnitt (SMA) und eine eine Woche alte aufsteigende Trendlinie umfasst, eine gute Unterstützung findet. Ein überzeugender Durchbruch darunter könnte technische Verkäufe auslösen und das Paar EUR/USD in Richtung des Zwischentiefs der letzten Woche im Bereich von 1,0625 ziehen, auf dem Weg zur Marke von 1,0600 oder dem Anfang des Monats erreichten Jahrestiefpunkt.
Auf der anderen Seite müssen die Bullen auf eine anhaltende Stärke jenseits der Versorgungszone von 1,0730-1,0740 warten, bevor sie sich für weitere Kursgewinne positionieren. Das Paar EUR/USD könnte dann die positive Bewegung in Richtung der runden Zahl 1,0800 beschleunigen, bevor es bis zur Zwischenbarriere bei 1,0835-1,0840 und dem Monatshoch in der Region um 1,0885 klettert. Danach folgt die 1,0900-Marke, deren Überwindung die kurzfristige Tendenz zu Gunsten zinsbullischer Händler verschieben würde.
EUR/USD 1-Stunden-Chart
EUR/USD
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