Der Euro (EUR) ist in der Nacht unter die Marke von 1,05 gefallen, aber der Dip war nur von kurzer Dauer. Zuletzt notierte er bei 1,0568, so die FX-Analysten Frances Cheung und Christopher Wong von OCBC.

EUR leidet weiter unter US-Wahlergebnis

„Die Tagesdynamik ist bärisch, obwohl der RSI zaghafte Anzeichen für eine Umkehr aus dem überverkauften Bereich zeigt. Eine kurzfristige Konsolidierung ist nicht auszuschließen, aber die Tendenz zu Verkaufsrallys ist vorhanden. Widerstand bei 1,06, 1,0740 (76,4% Fibonacci-Retracement vom Tief zum Hoch 2024), 1,0780 (21 DMA). Unterstützung bei 1,05, 1,0450/1,05.“

„Insgesamt dürfte der Euro weiterhin die Hauptlast des US-Wahlergebnisses tragen. Die Präsidentschaft Trumps wird zu Veränderungen in der Außen- und Handelspolitik der USA führen. Der potenzielle Zoll von 20% (falls er eingeführt wird) könnte Europa schaden, wo sich das Wachstum bereits verlangsamt und die USA das wichtigste Exportziel der EU sind.“

„In der deutschen Politik steht die Minderheitsregierung vor wirtschaftlichen und diplomatischen Herausforderungen. Ministerpräsident Scholz strebt eine frühere Vertrauensabstimmung am 16. Dezember statt am 15. Januar an - wird aber wahrscheinlich verlieren. Vorgezogene Neuwahlen sind wahrscheinlich für den 23. Februar geplant. Die Renditedifferenzen zwischen der EU und den USA haben sich weiter vergrößert, was den „fairen Wert“ des Euro im Verhältnis zu den Renditedifferenzen bestätigt“.

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