- EUR/USD setzte am Dienstag nahe der 1,0800-Marke seine Bewegung fort.
- Die Märkte bereiten sich auf Zollerklärungen der Trump-Administration am Mittwoch vor.
- Wirtschaftsdaten treten hinter den Zollstress von Trump zurück, aber die NFP stehen weiterhin bevor.
EUR/USD hielt sich am Dienstag an vertrauten Niveaus und bewegte sich charttechnisch nahe der 1,0800-Marke, während sich die Anleger auf das lange angekündigte "gegenseitige" Zollpaket von US-Präsident Donald Trump vorbereiten, das am Mittwoch um 19:00 GMT (16:00 EST) bekannt gegeben werden soll. Die genauen Details von Präsident Trumps sich ständig ändernden Zollvorschlägen bleiben bestenfalls unklar und könnten sich mehrmals ändern oder sogar ganz verzögert werden, wie Donald Trump bereits an vier verschiedenen Gelegenheiten seit seinem Amtsantritt vor 71 Tagen getan hat.
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Das Wall Street Journal berichtete am Dienstag, dass das Büro des US-Handelsbeauftragten möglicherweise einen kurzfristigen alternativen Zollvorschlag vorbereitet, um Donald Trump zu präsentieren, um eine unausgewogene Ansammlung von Zollbedrohungen des US-Präsidenten in den letzten 71 Tagen zu mildern und zu straffen.
Die europäischen Inflationszahlen für März kamen am Dienstag mit wenig Überraschungen. Der US ISM Manufacturing PMI für März sank schneller als erwartet und fiel von 50,3 auf 49,0, da die Unternehmen sich auf die erwarteten Zollankündigungen vorbereiten. Die medianen Markterwartungen rechneten mit einem Wert von 49,5 oder besser. Der ISM Manufacturing New Orders Index fiel ebenfalls im zweiten Monat in Folge stark und erreichte mit 45,2 einen Zwei-Jahres-Tiefstand.
Die europäischen Wirtschaftsdaten bleiben im Rest der Handelswoche streng im mittleren Bereich, jedoch werden die meisten Händler ohnehin mit der Reaktion auf die Zölle bis Mittwoch beschäftigt sein. Am Freitag stehen jedoch frische US Nonfarm Payrolls (NFP) Arbeitsmarktdaten an. Diese NFP-Veröffentlichung könnte ein wichtiger Datenpunkt für die Märkte sein, da die US-Wirtschaft in ein post-zollwirtschaftliches Umfeld eintritt, wobei die Arbeitsmarktdaten für März als "Leitindikator" für die Auswirkungen der Zollpläne des Trump-Teams dienen sollen.
EUR/USD Kursprognose
EUR/USD handelt weiterhin in der Mitte einer technischen Falle, wobei Käufer nicht in der Lage sind, einen festen Anstieg zu erzielen, aber der Verkaufsdruck zu begrenzt ist, um die Preisbewegung des Euros unter den 200-Tage-Exponential Moving Average (EMA) knapp unter der 1,0700-Marke zurückzudrängen.
EUR/USD beendete eine kurzfristige Verlustserie und drückte technische Oszillatoren in den überverkauften Bereich, aber ein Fortsetzungsmuster bleibt unwahrscheinlich, da die Marktteilnehmer sich auf geopolitische Faktoren konzentrieren.
EUR/USD Tageschart
Dow Jones FAQs
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.
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