- EUR/USD baut die Gewinne in der fünften aufeinanderfolgenden Sitzung aus, da der US-Dollar nach schwachen Verbrauchervertrauensdaten nachgibt.
- Das Verbrauchervertrauen in den USA fällt im Oktober auf 94,6 von 95,6 im September, während die Inflationserwartungen auf 5,9% steigen.
- Der Fokus richtet sich auf die geldpolitische Entscheidung der Fed am Mittwoch, wobei die Märkte eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vollständig einpreisen.
Der Euro (EUR) handelt am Dienstag gegenüber dem US-Dollar (USD) auf der Überholspur, da der Greenback nach enttäuschenden Verbrauchervertrauensdaten aus den USA nachgibt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird EUR/USD bei etwa 1,1654 gehandelt und baut die Gewinne in der fünften aufeinanderfolgenden Sitzung aus, obwohl das Momentum gedämpft bleibt, da Händler von großen direktionalen Wetten im Vorfeld der geldpolitischen Ankündigung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch absehen.
Die Daten des Conference Board zeigten, dass das Verbrauchervertrauen in den USA im Oktober auf 94,6 von einem revidierten Wert von 95,6 im September fiel, was den zweiten monatlichen Rückgang in Folge markiert. Während der Index der gegenwärtigen Lage auf 129,3 anstieg, fiel der Erwartungen-Index auf 71,5.
Darüber hinaus stiegen die Inflationserwartungen für das kommende Jahr auf 5,9%. Die schwachen Umfragedaten belasteten den US-Dollar, wobei der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen misst, von einem Intraday-Hoch von 98,95 auf etwa 98,70 fiel.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Zinsentscheidung der Fed. Die Märkte sind sich nahezu sicher, dass die Zentralbank die Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr senken wird, nach einer Senkung um einen Viertelpunkt im September, der ersten seit Dezember 2024. Da die Zinssenkung jedoch weitgehend eingepreist ist, wird der Fokus auf die geldpolitische Erklärung und die Bemerkungen von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell auf der Pressekonferenz nach der Sitzung verschoben.
Eine hawkische Zinssenkung bleibt ein mögliches Risikoszenario, wenn die Entscheidungsträger Vertrauen in die Wirtschaft zeigen oder signalisieren, dass weitere Lockerungen unwahrscheinlich sind. Umgekehrt könnte ein dovisher Ton vorherrschen, wenn die Beamten auf wachsende Abwärtsrisiken hinweisen und auf zusätzliche Zinssenkungen hindeuten.
Das Fehlen frischer Arbeitsmarktdaten aufgrund der anhaltenden Regierungsstilllegung, kombiniert mit schwächeren als erwarteten Inflationswerten, könnte die Entscheidungsträger dazu veranlassen, einen vorsichtigen Ansatz zu verfolgen und eine datenabhängige, aber akkommodierende Haltung beizubehalten.
Über den Atlantik hinweg wird die Aufmerksamkeit auf die Europäische Zentralbank (EZB) gerichtet, die am Donnerstag ihre Zinsentscheidung bekannt geben wird. Es wird allgemein erwartet, dass die Zentralbank die Zinsen unverändert bei 2,00% belässt, was dem Euro weitere Unterstützung verleihen könnte.
Wirtschaftsindikator
Fed-Zinsentscheid
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Okt. 29, 2025 18:00
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 4%
Vorher: 4.25%
Quelle: Federal Reserve
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