• Der Euro schwächt sich zum zweiten Mal in Folge, da robuste US-Daten den Greenback stärken.
  • Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, das BIP und die langlebigen Güter übertreffen alle die Erwartungen und signalisieren ein widerstandsfähiges Wachstum.
  • Der Kern-PCE für Q2 steigt auf 2,6%; der Fokus verlagert sich nun auf die Veröffentlichung der Kern-PCE-Inflation für August am Freitag.

Der Euro (EUR) setzt seinen Rückgang am Donnerstag zum zweiten Mal gegen den US-Dollar (USD) fort, belastet von einer Reihe positiver US-Wirtschaftsdaten, die den Greenback auf breiter Front gestärkt haben.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts schwebt EUR/USD knapp über der psychologischen Marke von 1,1700 und liegt mit fast 0,30% im Minus, was das schwächste Niveau seit dem 11. September markiert, während die Händler auf die stärker als erwarteten US-Wirtschaftsdaten reagieren. Unterdessen setzt der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, seine Erholung fort und steigt auf 98,16, ein 20-Tage-Hoch.

Die neuesten US-Datenveröffentlichungen zeichnen ein Bild von widerstandsfähigem Wachstum und hartnäckiger Inflation, was die Nachfrage nach dem US-Dollar verstärkt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung lagen bei 218K, über den Erwartungen von 235K und unter den 232K der Vorwoche. Gleichzeitig wurde das BIP für Q2 nach oben auf annualisierte 3,8% von 3,3% revidiert, was deutlich über den Prognosen liegt.

Die Aufträge für langlebige Güter überraschten ebenfalls positiv und stiegen im August um 2,9%, während die Aufträge ohne Verteidigung um 1,9% zunahmen, was auf eine starke Unternehmensinvestition hinweist.

In der Zwischenzeit stieg der Kernpreisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE), der im BIP-Bericht für das zweite Quartal enthalten ist, leicht von 2,5% auf 2,6%. Die Anleger konzentrieren sich jedoch hauptsächlich auf die Veröffentlichung der Kern-PCE-Inflation für August am Freitag, die größere Bedeutung für die Erwartungen an die Geldpolitik haben wird.

Die starken Daten erschweren den vorsichtigen Lockerungskurs der Federal Reserve (Fed). Während die Märkte weiterhin mit einer weiteren Zinssenkung im Oktober rechnen, könnte das Ausmaß der geldpolitischen Anpassung gedämpft werden, wenn die Inflation hartnäckig bleibt, vor dem Hintergrund eines robusten Wachstums.

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