• EUR/USD verliert aufgrund der risikoaversen Stimmung vor der Zinsentscheidung der Fed am Mittwoch an Wert.
  • Der stärkere Arbeitskostenindex unterstützte die Stärke des US-Dollars.
  • Der Euro konnte die am Dienstag veröffentlichten robusten Daten aus der Eurozone nicht aufwerten.

EUR/USD setzte seinen Abwärtstrend den zweiten Tag in Folge fort und bewegte sich während des asiatischen Handels am Mittwoch um die Marke von 1,0650. Während die europäischen Märkte am Tag der Arbeit weitgehend geschlossen blieben, warteten die Anleger auf die jüngste Entscheidung der US-Notenbank.

Der US-Dollar-Index (DXY), der die Entwicklung des US-Dollars (USD) gegenüber sechs Hauptwährungen misst, setzte seine Erholung fort, nachdem die Daten zum Arbeitskostenindex am Dienstag höher als erwartet ausgefallen waren. Darüber hinaus schwächten aggressive Äußerungen von Fed-Vertretern, die keinen unmittelbaren Bedarf an Zinssenkungen signalisierten, den EUR/USD.

Der US-Arbeitskostenindex stieg im ersten Quartal um 1,2 %, was den stärksten Anstieg seit einem Jahr darstellt und sowohl die Erwartungen von 1,0 % als auch den vorherigen Wert von 0,9 % übertraf. Diese jüngsten Daten unterstreichen den vorherrschenden Lohndruck, der die Auswirkungen der anhaltenden Inflation auf die US-Wirtschaft noch verstärken könnte.

Es wird erwartet, dass Händler die Veröffentlichung der ADP-Arbeitsmarktdaten und des ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe am Mittwoch vor der geldpolitischen Erklärung der Fed aufmerksam verfolgen werden. Diese Veröffentlichungen dürften zusätzliche Einblicke in den aktuellen Zustand der US-Wirtschaft geben.

In der Eurozone konnte der Euro seine Gewinne nicht halten, obwohl am Dienstag robuste Daten aus der Eurozone veröffentlicht wurden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone wuchs im ersten Quartal um 0,3 % und damit stärker als erwartet.

Darüber hinaus zeigte der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) einen stetigen Anstieg im Jahresvergleich und erfüllte die Erwartungen, während der Kern-HVPI (ohne Lebensmittel- und Energiepreise) zwar zurückging, aber immer noch über den Schätzungen lag.

Das Vertrauen der Anleger in eine mögliche Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni ist nach wie vor groß, da sich die Mehrheit der EZB-Vertreter für einen solchen Schritt ausgesprochen hat.

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