- EUR/USD gibt kürzliche Gewinne zurück und rutscht nach einer Ablehnung nahe 1,1740 in Richtung 1,1710.
- Eine Abwärtsrevision der Eurozone-PMIs und eine niedrigere Inflation in Deutschland erneuern den Verkaufsdruck auf den Euro.
- Die Märkte warten auf wichtige US-Arbeitsmarktdaten, um die Erwartungen an die US-Geldpolitik zu verfeinern.
EUR/USD handelt am Dienstag in einem volatilen Umfeld und schwebt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um 1,1710, was einem Rückgang von 0,15% im Tagesverlauf entspricht. Das Paar hat frühere Gewinne wieder aufgegeben, da enttäuschende europäische makroökonomische Indikatoren die Bedenken über die Wachstumsprognose der Eurozone neu entfacht haben.
Der Druck auf die Gemeinschaftswährung verstärkte sich nach der Revision des HCOB-Dienstleistungs-Einkaufsmanagerindex (EMI) der Eurozone, der früher am Tag veröffentlicht wurde. Der Index wird nun für Dezember auf 52,4 geschätzt, nach einer vorläufigen Lesung von 52,6 und nach 53,1 im November. Diese Zahlen deuten auf eine Verlangsamung der Aktivität im Dienstleistungssektor hin, einem wichtigen Pfeiler der europäischen Wirtschaft.
In der Zwischenzeit zeigen die am Dienstag früher veröffentlichten deutschen Inflationsdaten eine klare Entspannung des Preisdrucks. Die jährliche Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), sank im Dezember von 2,3% im November auf 1,8%, während der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) von 2,6% auf 2% fiel, was unter den Markterwartungen liegt. Diese Zahlen untermauern die Sicht auf ein günstigeres Inflationsumfeld in der Eurozone und begrenzen die kurzfristige Unterstützung für den Euro (EUR).
Auf der US-Seite haben die am Dienstag veröffentlichten Daten ebenfalls zu einem unruhigen Handel in EUR/USD beigetragen. Der Dienstleistungs-EMI wurde für Dezember auf 52,5 nach unten revidiert, was den niedrigsten Stand seit acht Monaten darstellt, und der Composite-EMI fiel auf 52,7. Laut S&P Global deuten eine schwächere Nachfrage, geringere Neuaufträge und eine Verlangsamung der Beschäftigung darauf hin, dass die US-Wirtschaft an Schwung verliert, obwohl der Kostendruck weiterhin hoch bleibt.
Die Erwartungen an die US-Geldpolitik bleiben daher ein entscheidender Treiber für das Paar. Fed-Gouverneur Stephen Miran sagte am Dienstag, dass er erwartet, dass die kommenden Daten weitere Zinssenkungen unterstützen werden, und argumentierte, dass die Federal Reserve die Zinsen in diesem Jahr um mehr als 100 Basispunkte senken sollte, da die derzeitige Geldpolitik restriktiv bleibt und das Wirtschaftswachstum bremst.
Insgesamt handelt EUR/USD weiterhin in einem Umfeld, das von gemischten makroökonomischen Signalen auf beiden Seiten des Atlantiks geprägt ist. Das Fehlen eines klaren Katalysators hält das Paar in ungleichmäßigen Handelsbedingungen, während die Investoren nun einer Reihe wichtiger US-Arbeitsmarktdaten entgegenblicken, um den Zeitpunkt möglicher Zinssenkungen der Fed und die kurzfristige Richtung des US-Dollars besser einschätzen zu können.
Euro - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.28% | 0.29% | 0.17% | 0.11% | -0.13% | 0.11% | 0.37% | |
| EUR | -0.28% | 0.01% | -0.11% | -0.17% | -0.40% | -0.17% | 0.09% | |
| GBP | -0.29% | -0.01% | -0.11% | -0.17% | -0.41% | -0.18% | 0.08% | |
| JPY | -0.17% | 0.11% | 0.11% | -0.04% | -0.27% | -0.04% | 0.22% | |
| CAD | -0.11% | 0.17% | 0.17% | 0.04% | -0.24% | -0.01% | 0.25% | |
| AUD | 0.13% | 0.40% | 0.41% | 0.27% | 0.24% | 0.24% | 0.49% | |
| NZD | -0.11% | 0.17% | 0.18% | 0.04% | 0.00% | -0.24% | 0.24% | |
| CHF | -0.37% | -0.09% | -0.08% | -0.22% | -0.25% | -0.49% | -0.24% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
NEUESTE NACHRICHTEN
Autor wählen
Alarm bei Ripple: Diese Zahl macht XRP-Anlegern jetzt Angst
Ripple (XRP) steht massiv unter Druck. Während sich der Kryptomarkt insgesamt in einen klaren Risk-off-Modus verabschiedet, trifft es den Remittance-Token besonders hart. Am Freitag notiert XRP bei rund 1,37 US-Dollar – ein Tagesverlust von fast 5 %.
Milliardär setzt alles auf Silberpreis-Crash – mit gigantischem Gewinn
Ein Mann. Eine Wette. Fast 300 Millionen Dollar Gewinn – gegen Silber. Während viele Anleger bei Edelmetallen reflexartig auf steigende Preise setzen, geht ein chinesischer Milliardär den exakt entgegengesetzten Weg. Und liegt damit bislang spektakulär richtig.
Gold wackelt: Diese Bitcoin-Kennzahl sendet ein Warnsignal
Gold glänzt – aber Bitcoin könnte der heimliche Gewinner sein. Genau das sagt jetzt ausgerechnet JPMorgan. Und das nach Monaten, in denen Bitcoin deutlich schlechter lief als das Edelmetall. Für viele Anleger klingt das erst einmal widersprüchlich. Doch genau hier beginnt die Geschichte.
Krypto-Markt verliert 2,65 Milliarden USD, während Bitcoin auf 60.000 USD sinkt, begleitet von bärischer Stimmung
Die Bewertung des Kryptowährungsmarktes ist um 2,8 Billionen Dollar gesunken, da der Branchenführer Bitcoin (BTC) am Freitag zunächst auf 60.000 USD fiel, bevor er auf 65.000 USD schwankte.
Drei Szenarien für den japanischen Yen vor der vorgezogenen Wahl
Die neuesten Umfragen deuten auf einen dominierenden Sieg des regierenden Blocks bei der bevorstehenden vorgezogenen Wahl in Japan hin. Je größer das Mandat von Sanae Takaichi ist, desto mehr befürchten die Investoren eine schnellere Umsetzung von Steuerkürzungen und Ausgabenplänen.