• EUR/USD fiel nach einem Gap-Up-Öffnen am Montag zurück.
  • Der US-Dollar steigt aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen, nachdem Trump mit 100% Zöllen auf kanadische Waren gedroht hat.
  • Händler werden wahrscheinlich ein Auge auf den IFO-Geschäftsklimaindex Deutschlands werfen, der später am Tag veröffentlicht wird.

EUR/USD wertet nach einem Gap-Up-Öffnen ab und handelt während der asiatischen Stunden am Montag bei etwa 1,1860. Händler werden wahrscheinlich den IFO-Geschäftsklimaindex Deutschlands später am Tag beobachten.

Das Paar EUR/USD verliert an Boden, während der US-Dollar (USD) aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen steigt, was auf die jüngsten Kommentare von US-Präsident Donald Trump am Wochenende zurückzuführen sein könnte. Trump warnte, dass er 100% Zölle auf kanadische Waren erheben würde, wenn Ottawa ein Handelsabkommen mit China abschließen sollte, berichtete die BBC am Wochenende.

Als Reaktion darauf sagte der kanadische Premierminister Mark Carney am Sonntag, dass Kanada keine Pläne habe, ein Freihandelsabkommen mit China zu verfolgen, und stellte klar, dass sein jüngstes Verständnis mit Peking nur die Zölle in einigen Sektoren reduzierte, die kürzlich betroffen waren.

Der Greenback geriet jedoch unter Druck aufgrund von Gerüchten über eine mögliche Intervention an den Devisenmärkten zur Unterstützung des japanischen Yen (JPY). Laut Bloomberg sagten Händler, dass die Federal Reserve Bank of New York eine sogenannte Zinsprüfung mit großen Banken durchgeführt habe, um indikative Wechselkurse anzufordern, ein Schritt, der allgemein als Signal angesehen wird, dass die Behörden möglicherweise eine weitere Intervention vorbereiten.

Die vorläufigen PMI-Daten der Eurozone deuteten im Januar auf einen schwachen Dienstleistungssektor hin, da der Index auf 51,9 fiel, was sowohl unter dem Wert von Dezember als auch unter den Markterwartungen lag. Frühere Veröffentlichungen aus Deutschland waren ermutigender, da der PMI für Dienstleistungen die Prognosen übertraf und sich im expansiven Bereich hielt, während der PMI für das verarbeitende Gewerbe sich verbesserte, aber unter der Schwelle für Expansion und Kontraktion blieb.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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