• EUR/USD sieht sich Herausforderungen aufgrund eskalierender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten gegenüber.
  • Israel und Iran setzen ihre Angriffe aufeinander fort und ignorieren internationale Appelle zur Diplomatie und Deeskalation.
  • Die US-Notenbank (Fed) wird voraussichtlich ihren Leitzins am Mittwoch im Bereich von 4,25%-4,50% stabil halten.

EUR/USD setzt seine Verluste in der zweiten aufeinanderfolgenden Sitzung fort und handelt am Montag während der asiatischen Handelsstunden bei etwa 1,1540. Das Paar wertet ab, während der US-Dollar (USD) an Boden gewinnt, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen aufgrund der eskalierenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten steigt.

Israel begann am Freitag mit Angriffen auf iranische Nukleareinrichtungen und Raketenfabriken. Iran reagierte am späten Sonntag mit einem Angriff auf Israel, bei dem eine Explosion in der Küstenstadt Haifa zu sehen war. Israel setzte die Angriffe auf militärische Ziele im Iran fort, trotz internationaler Aufrufe zur Diplomatie und Deeskalation, so CNN.

Darüber hinaus berichtete das iranische Medienunternehmen Mehr News, dass Iran am Sonntag die vierte Phase der Operation gegen Israel gestartet hat. Iranische Beamte betonten, dass sie "entschlossen auf jedes Abenteuer" von Israel reagieren würden.

Am Freitag zeigte die University of Michigan (UoM), dass der Verbraucherstimmungsindex im Juni auf 60,5 von zuvor 52,2 gestiegen ist. Dieser Wert lag über dem Marktkonsens von 53,5. Die US-Notenbank (Fed) wird voraussichtlich ihren Leitzins in ihrer bevorstehenden Entscheidung am Mittwoch im Bereich von 4,25%–4,50% unverändert lassen. Händler erwarten jedoch nun eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bis September.

Die Abwärtsbewegung des EUR/USD-Paares könnte jedoch begrenzt sein, da der Euro (EUR) Unterstützung von der steigenden Stimmung rund um die Europäische Zentralbank (EZB) erhält, die ihren Lockerungszyklus pausieren könnte, um die Auswirkungen neuer US-Zölle zu bewerten.

Euro FAQs

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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