• EUR/USD tickt am Mittwoch aufgrund einer moderaten USD-Stärke nach unten, obwohl es an Anschluss fehlt.
  • Wetten auf eine aggressivere Lockerung der Geldpolitik durch die Fed begrenzen den Aufwärtstrend des USD und geben dem Paar Unterstützung.
  • Händler warten nun auf wichtige makroökonomische Veröffentlichungen aus der Eurozone/den USA für bedeutende Chancen.

Das Paar EUR/USD erholt sich um einige Pips aus der Nähe der Mix-1,1300er, oder dem Tief der asiatischen Sitzung, obwohl es an Anschlusskäufen aufgrund eines moderaten Anstiegs des US-Dollars (USD) mangelt. Die Kassakurse werden derzeit um die 1,1375 gehandelt und bleiben in einer bekannten Spanne, die in der vergangenen Woche gehalten wurde.

Der USD zieht Käufer für den zweiten Tag in Folge an, während sich die Händler vor den wichtigen US-Makrodaten dieser Woche neu positionieren. Die Gemeinschaftswährung hingegen wird durch dovishe Signale der Europäischen Zentralbank (EZB) untergraben, was sich als weiterer Gegenwind für das Paar EUR/USD erweist. Tatsächlich preisen die Händler eine etwa 75%ige Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung durch die EZB im Juni ein.

Diese Wetten wurden durch die Äußerungen des EZB-Politikers Olli Rehn am Montag bekräftigt, der sagte, dass die zugrunde liegenden inflationären Druckfaktoren in der Eurozone nachlassen und dass Zinssenkungen unter dem neutralen Zinssatz nicht ausgeschlossen werden sollten. Darüber hinaus sagte das Mitglied des EZB-Direktoriums, Piero Cipollone, am Dienstag, dass die Unsicherheit in der Handelspolitik die Unternehmensinvestitionen und das reale BIP-Wachstum in der Eurozone bis 2025-26 um etwa 0,2% reduzieren könnte.

Die USD-Bullen scheinen jedoch zögerlich zu sein, aggressive Wetten einzugehen, da Bedenken bestehen, dass Trumps unberechenbare Handelspolitik eine scharfe wirtschaftliche Abkühlung auslösen könnte. Hinzu kommt, dass die sich festigenden Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) bald ihren Zinssenkungszyklus wieder aufnehmen wird, den USD begrenzen und als Rückenwind für das Paar EUR/USD wirken, was eine vorsichtige Positionierung vor einem bedeutenden intraday Rückgang rechtfertigt.

Händler blicken nun auf die Veröffentlichung der vorläufigen deutschen, französischen und italienischen CPI-Daten, die zusammen mit dem vorläufigen BIP-Bericht der Eurozone die Gemeinschaftswährung beeinflussen werden. In der Zwischenzeit enthält der US-Wirtschaftskalender den ADP-Bericht zur Beschäftigung im privaten Sektor, das vorläufige BIP für das erste Quartal und den Preisindex für persönliche Konsum- und Ausgaben (PCE). Dies könnte den USD antreiben und dem Paar EUR/USD einen gewissen Impuls verleihen.

Wirtschaftsindikator

Bruttoinlandsprodukt s.a. (Quartal)

Das von Eurostat vierteljährlich veröffentlichte Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die in der Eurozone innerhalb eines bestimmten Zeitraums produziert wurden. Es zählt zusammen mit seinen Hauptkomponenten zu den zentralen Indikatoren für die wirtschaftliche Lage einer Volkswirtschaft. Der QoQ-Wert (Quarter-on-Quarter) vergleicht die wirtschaftliche Aktivität eines Quartals mit der des vorangegangenen. In der Regel gilt ein Anstieg dieses Wertes als bullishes Signal für den Euro (EUR), während ein schwächerer Wert meist bärisch interpretiert wird.

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Nächste Veröffentlichung: Mi Apr. 30, 2025 09:00 (Zuvor)

Häufigkeit: Vierteljährlich

Prognose: 0.2%

Vorher: 0.2%

Quelle: Eurostat


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